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»Neues Gesicht« für das Kongresshaus

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Im Kurpark sind Bauarbeiter und Fahrzeuge angerückt. Dass es nun los geht, darüber freuen sich (v.l.): Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp, Polier Siggi Brandner, Statiker Johann Angerer, Architektin Eva Wimmer, Bauleiter Christian Resch, Tourismusdirektor Michael Grießer und Kongresshaus-Leiter Sepp Wenig. Fotos: Anzeiger/Pfeiffer
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Der Kongresshaus-Umbau erfordert eine gute zeitliche Planung. Bis spätestens Ende 2015 soll alles fertig sein, wie Architektin Eva Wimmer informierte.

Berchtesgaden – Nach 30 Jahren ist die Sanierung mehr als notwendig: Der Umbau des Kongresshauses hat deshalb am Mittwochmorgen offiziell begonnen. Franz Rasp, Berchtesgadens Bürgermeister und Vorsitzender der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, ist zuversichtlich, dass das Ergebnis »sehr gut« wird. 6,5 Millionen Euro werden in die Maßnahme fließen, der eine Neukonzeptionierung des Gebäudes zugrunde liegt.


Die Bagger sind angerückt, im Kurgarten ist eine Behelfsstraße installiert. Bis in den September hinein soll der erste Teil-Bauabschnitt abgeschlossen sein. Ein zweiter schließt sich bis in den Dezember hinein an. In diesem Zeitraum wird vor allem der hintere Kongresshaus-Bereich umgebaut. Im September erwartet Kongresshausleiter Sepp Wenig schon wieder Veranstaltungen. Franz Rasp: »Dort, wo aktuell noch das Café ist, wird der kleine Saal gebaut.« Dieser soll etwas größer werden, wenngleich nur unwesentlich, dafür deutlich flexibler eingesetzt werden können. Der Treppenabgang im Foyer wird entfernt. Das Restaurant, »das viele gar nicht kennen«, verschwindet, dafür möchte die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee multifunktionelle Seminarräume einrichten. Unweit davon soll eine Catering-Küche installiert werden, in der Großes geleistet wird: Bis zu 800 Gäste können von hier aus bekocht werden, weiß Rasp. Der zweite Kongresshaus-Bauabschnitt dauert von Frühjahr nächstes Jahr bis Ende 2015. In dieser Zeit soll insbesondere der vordere Gebäudebereich umgebaut werden.

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Doch was passiert überhaupt? Auskunft gibt Architektin Eva Wimmer. Wo es geht, soll der Bestand des Gebäudes beibehalten werden. Teile des Gebäudes, in dem der kleine Saal verwirklicht werden soll, müssen hingegen abgetragen und neu aufgebaut werden.

Das Kongresshaus soll darüber hinaus eine farbliche Überarbeitung erfahren. »Wir werden die Oberflächen erneuern«, so Wimmer. Decken, Wände und Böden werden ausgetauscht und verschönert, das Farbkonzept des Kongresshauses wird von Grund auf optimiert, das Gebäude erhält ein »neues Gesicht«.

Komplett geschlossen wird das Gebäude zu keinem Zeitpunkt während des Umbaus. »Die Nutzbarkeit von bestimmten Teilen bleibt immer erhalten«, sagt die Architektin. Selbst wenn im zweiten Bauabschnitt der vordere Gebäudetrakt einen Aufzug, unter anderem für das Kino, erhält, soll der Betrieb ganz normal weiterlaufen. »Das Haus wird barrierefrei zugänglich«, informiert Tourismusdirektor Michael Grießer und Bürgermeister Rasp ist froh darüber, dass die millionenschwere Maßnahme eine hohe Förderung erwarten kann: »Der Freistaat schießt 2,7 Millionen Euro zu.« Den Rest, 3,8 Millionen Euro, trägt die Tourismusregion. Kilian Pfeiffer