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Nominierung, Nonntal und Nolympia

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Blick nach vorne: Die Berchtesgadener Bürgergruppe bereitet sich auf die Kommunalwahlen vor. Foto: privat

Berchtesgaden (BBG/cfs) – Die Berchtesgadener Bürgergruppe (BBG) traf sich vergangene Woche zur Monatsversammlung. Dabei diskutierten die Teilnehmer unter anderem über die Bauruine im Nonntal, die Olympia-Bewerbung und die Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl.


»Das Kernteam steht, es sind nur noch wenige Kandidatenplätze bis zur Nominierungsversammlung im November zu vergeben« so Hans Kortenacker, der für die BBG im Gemeinderat sitzt. BBG-Chef Frank Woodcock ergänzte, dass es wichtig sei, sich neben dem Wahlkampf um Probleme der heimischen Einrichtungen zu kümmern. Daher hatte er schon vor längerer Zeit ein Treffen mit der Bereitschaft des BRK organisiert, um auf deren beengte Situation in den Rathausgaragen hinzuweisen. Ein gemeinsamer Antrag von BBG und den Freien Wählern im Gemeinderat scheine hier zu Verbesserungen zu führen.

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Gar nicht erfreut zeigte sich die Versammlung aber bei der Situation der Bauruine im Nonntal. »Offensichtlich hat der Bauherr kein Interesse, den Bau zeitnah in Angriff zu nehmen«, sind sich die BBGler einig. Die Bürgergruppe hatte daher schon vor Monaten einen Antrag an die Gemeinde gestellt, die Sicherheit aus verkehrstechnischer und baulicher Sicht vom Landratsamt überprüfen zu lassen. Doch eine Antwort steht noch aus. Zwar sei der Bauzaun an das Gebäude herangerückt worden. Dies sei aber naturgemäß nicht ausreichend. »In meinen Augen überlebt die Fassade den kommenden Winter nicht. Muss denn erst etwas passieren«, ärgerte sich Maria Rasp.

Rudi Plieninger schob nach, dass den Anwohnern der Gestank auch nicht mehr zugemutet werden könne. »Das Nonntal ist halt nach wie vor ein Ortsteil, der zwar erhaltenswert sei, jedoch schlichtweg von allen vernachlässigt wird«, warf Heinz Fraas ein. Es sei eines der obersten Ziele in der nächsten Legislaturperiode, den Fokus auf diesen ältesten Straßenzug Berchtesgadens zu legen. »Wir werden nicht aufhören, hier nachzuhaken, bestätigte Kortenacker.

Anschließend behandelte man zwei touristische Themen. Zu der Olympiabewerbung gab es unterschiedliche Meinungen. Zwar hätten einige gerne eine einheitliche Stellungnahme abgegeben. Andrea Wächters Appell für Olympia stieß auf viel Resonanz. Aber eben nicht bei allen. »Die Bürgergruppe definiert sich auch über die vielfältigen Meinungen und darüber, dass man keinem Fraktionszwang unterliegt. Daher habe ich kein Problem, wenn hier keine einheitliche Stellungnahme abgegeben wird«, konstatierte Woodcock.

Als ebenfalls wichtig für den Tourismus im Talkessel erachtet die BBG die mautfreie Anreise für Urlauber über das Deutsche Eck. Diese Forderung hatte Gebhard Drossbach für die BBG bereits vor Monaten beim Verkehrsministerium deponiert. Bis zur nächsten Sitzung erwarten die BBGler Resultate. »Was an anderen Autobahnabschnitten möglich war, muss doch zumindest Verhandlungsmasse sein«, begründete Gebhard Drossbach seine Forderung.