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NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg wird doppelt so teuer

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NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg
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Das NS-Dokumentationszentrum Obersalzberg. Foto: Matthias Balk/Archiv Foto: dpa

München/Berchtesgaden - Der Umbau des NS-Dokumentationszentrums auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden entwickelt sich zum Finanzdebakel: Nach der neuesten Schätzung des Bauministeriums in München wird das Projekt nun 30 Millionen Euro kosten.

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Das geht aus einem Schreiben des Ministeriums an den Haushaltsausschuss des Landtags hervor. Das sind mehr als doppelt so viel wie die ursprünglich vorgesehenen 14,3 Millionen. Schon 2017 hatte es großen Unmut gegeben, weil die Kosten auf mehr als 21 Millionen Euro gestiegen waren. Nun wird es noch einmal erheblich teurer - das Ministerium macht Planungsfehler eines Beteiligten verantwortlich.

Dementsprechend groß ist nun der Ärger. Die Grünen warfen der Staatsregierung am Donnerstag Mitschuld vor: »Das CSU-Bauministerium geht hier nicht nur völlig verantwortungslos mit Steuergeldern um. Es setzt sich auch nonchalant über bindende Beschlüsse des Landtags hinweg«, kritisierte der finanzpolitische Sprecher Tim Pargent.

dpa