weather-image
31°

O Fichtenbaum, o Fichtenbaum

2.1
2.1
Bildtext einblenden
Der Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller (M.), mit den Wildbretverkäufern Revierjagdmeister Hubert Reiter (r.) und dem Bad Reichenhaller Revierförster Hubert Graßl (l.), der sich als Wildbretverkäufer auszeichnete. (Fotos: Wechslinger)
Bildtext einblenden
Einige Kunden erwarben gleich zwei Fichten.

Berchtesgaden – Bereits zum 15. Mal fand beim Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten am Brandholz der traditionelle Weihnachtsmarkt statt, der wiederum viele Berchtesgadener, aber auch auswärtige Besucher anzog. Schließlich können sich die Käufer von Berchtesgadener Fichten aus naturnaher nachhaltiger Forstwirtschaft sicher sein, »saubere« Christbäume in der Stube stehen zu haben.


Die Schlange vor dem Verkauf von Wildbret und anderen Köstlichkeiten war lang und die Käufer müssen sich vorgekommen sein wie in der ehemaligen DDR, wenn es Bananen gab. Erstmals wurde neben 50 Stück Gams, Hirsch und Reh auch Fleisch vom Muffelschaf vom Untersberg angeboten, die Ware war bald ausverkauft.

Anzeige

Als Beilage zum Festtagsbraten kreierten Beschäftigte der Dienststelle eine Marmelade aus dem Schönramer Filz, die aus biologisch angebauten Cranberrys hergestellt wurde. Sehr begehrt waren auch die Hirschsalami und der Hirschschinken.

Eine weitere Besonderheit des Weihnachtsverkaufs bei den Berchtesgadener Forstbetrieben waren die von dem Waginger Forstwirt Max Poschner in liebevoller Handarbeit angefertigten Holzschnitzereien. Hinzu kamen Misteln, für die stark befallene Bäume gefällt und abgeerntet worden waren, sowie Daxer und Grabbäumchen. Insgesamt wurden 250 Christ- und Grabbäume an den Mann oder die Frau gebracht.

Vor dem Einkauf oder gleich danach ließen sich viele Kunden eine deftige Wildgulaschsuppe und einen Glühwein schmecken. Der Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten, Dr. Daniel Müller, konnte auf die tatkräftige Unterstützung von Claudia Richter mit den Berufsjägern Josef Ponn und Anton Wegscheider zählen. Christian Wechslinger