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Operation gelungen – Dachse tot

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Der letzte Dachs hat den Bau beim Berchtesgadener Kindergarten verlassen. Nun soll der Eingang verschlossen werden. (Foto: Voss)

Berchtesgaden – Bürgermeister Franz Rasp erklärt die »Operation Dachs« für beendet. Zwei männliche Jungtiere seien bereits vor einiger Zeit erschossen worden, der dritte Dachs im Bau beim Berchtesgadener Kindergarten sei wohl weitergezogen, sagte der Rathauschef gestern dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Zu diesem Ergebnis sei man jetzt nach längerer Überwachung mit Wildtierkameras gekommen.


»Ich wollte dazu erst etwas sagen, wenn ich sicher sein kann«, begründete Rasp gegenüber der Lokalzeitung seine längere Auskunftsmüdigkeit in dieser Angelegenheit. Der Bürgermeister verwies auf die ergebnislosen Versuche, die Tiere mit Lebendfallen zu erwischen. »Es war alles vorbereitet. Wir hatten auch schon Pläne, wo man die Tiere hätte auswildern können«, sagte Rasp. Doch kein Dachs ging in die Falle.

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»Der beauftragte Jäger hat nach Einholung der entsprechenden Genehmigung daraufhin zwei männliche Jungtiere erschossen«, gab Franz Rasp bekannt. Ein drittes Tier hatte man aber noch im Bau beim Berchtesgadener Kindergarten vermutet. »In der Umgebung des Kindergartens können wir keinen Dachs tolerieren«, begründete Bürgermeister Rasp die entsprechenden Aktivitäten. Um Sicherheit zu bekommen, wurde eine Wildtierkamera aufgestellt, mit der der Eingang längere Zeit überwacht werden konnte. »Wir wollten sehen, welche Tiere sich hier noch herumtreiben«, betonte der Rathauschef. Gleichzeitig habe man auch die Friedhofsumgebung weiterhin beobachtet.

Nach Auswertung der Kameraaufzeichnungen sei nun ziemlich klar, »dass der Dachs vom Kindergarten weitergezogen ist«. Der Baueingang soll nun verschlossen werden, die Warnschilder am Friedhof werden entfernt. Damit ist die »Causa Dachs« wohl erst einmal beendet.

Die Tiere hatten bereits seit Herbst letzten Jahres Grabbesitzer und Friedhofsverwaltung in Atem gehalten. Immer wieder hatten die Dachse Gräber verwüstet, weshalb die Marktgemeinde schließlich zum Halali blasen ließ. UK

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