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Optimierung der Jugend- und Seniorenarbeit eines der Kernthemen

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Das Berchtesgadener CSU-Team mit seinem Bürgermeisterkandidaten Franz Rasp (l.) hat sich für die nächste Legislaturperiode viele Ziele vorgenommen. Foto: privat

Berchtesgaden (csu) – Der CSU Ortsverband Berchtesgaden lud kürzlich zu seiner ersten Informationsveranstaltung für die anstehende Kommunalwahl ein. Marktbürgermeister Franz Rasp stellte den Besuchern die Gemeinderatskandidaten der CSU Berchtesgaden und die Ziele für die nächsten sechs Jahre vor.


CSU-Ortsvorsitzender Sebastian Rasp konnte zahlreiche Besucher im Gasthaus »Priesterstein« begrüßen und erteilte das Wort an CSU-Fraktionssprecher Hermann Lochschmied. In seinen Ausführungen ging dieser auf die Arbeit im Gemeinderat der letzten sechs Jahre ein. Mit dem Wahlprogramm der CSU von 2008 in der Hand zog Lochschmied eine Erfolgsbilanz. Als Beispiele für die umgesetzten Wahlziele 2008 nannte er unter anderem einen verbesserten Bürgerservice mit größtmöglicher Information, Transparenz und Erreichbarkeit, die Neugestaltung der Fußgängerzone als gute Stube des Marktes, die Stärkung der Schulen – hier vor allem den Erhalt der Grundschule Au – und die Neuausrichtung der Jugend- und Seniorenarbeit.

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Marktbürgermeister Franz Rasp ergriff nun als Bürgermeisterkandidat der CSU Berchtesgaden das Wort und stellte zunächst die Ziele für die nächste Wahlperiode vor. Er begann seinen Vortrag mit einem kurzen Rückblick: Das schönste Erlebnis der letzten sechs Jahre sei nicht das die Eröffnung des Hotels »Edelweiß« oder das Erreichen politischer Ziele gewesen, sondern die Geburt seiner Tochter Maria. Diese Verwurzelung in der Familie und deren Rückhalt gebe ihm die Kraft, sich weiter voll und ganz der Entwicklung Berchtesgadens zu widmen.

Berchtesgaden müsse seine »Hausaufgaben machen« stellte Franz Rasp fest. Dazu gehöre zunächst die Konsolidierung des Haushaltes. Nach Jahrzehnten mit immer neuen Schulden ist es in einer großen Kraftanstrengung gelungen, in den letzten vier Jahren insgesamt 1,24 Millionen Euro Schulden zurückzuzahlen, obwohl gleichzeitig große Investitionen getätigt wurden. Dem Bürgermeister sei eine strategische Planung und entsprechendes Projektmanagement bei anstehenden Investitionen und zum Bestandserhalt sehr wichtig. Der über Jahrzehnte aufgelaufene Sanierungsstau muss sukzessive abgebaut werden, insbesondere durch Straßen- und Brückeninstandsetzungen und Gebäudesanierungen. So wurde während seiner Amtszeit ein Gebäudemanagement für die Liegenschaften des Marktes Berchtesgaden erstellt, welches Klarheit über Zustand der Gebäude bietet und somit zukünftige Investitionen besser kalkulierbar sind. Eine ähnliche Erfassung wird derzeit für sämtliche Tiefbauten erstellt. Strukturreformen in der Verwaltung sollen etabliert werden, um Berchtesgaden besser auf die Zukunft vorbereiten.

Die Bürgerinformation war, ist und bleibt ein zentrales Thema seiner Arbeit, stellt der Bürgermeister klar. Als Beispiele hierzu können die Diskussionsveranstaltungen zum Hotel »Edelweiß« und dem neuen Flächennutzungsplan genannt werden. Außerdem werde es weiterhin die Bürgermeistersprechstunden und das Bürgerbüro als zentrale Servicestelle beben.

Ein Kernthema der nächsten Legislaturperiode wird die Optimierung und Stärkung der Jugend- und Seniorenarbeit werden. Die Sanierung des Schulgebäudes auf der Au ist dabei nur ein Teil dieser Arbeit. Seit mehreren Jahren finanziert die Marktgemeinde Intensivierungsstunden an der Grund-und Mittelschule. So können Schüler mit erhöhtem Förderbedarf, die oft verhaltensauffällig sind, gezielt unterstützt und gefördert werden. Besonders die Optimierung der Kinderbetreuung soll im Fokus stehen. Durch den bedarfsgerechten Neubau einer Kinderkrippe und der Erweiterung des Kindergartens werden neue Möglichkeiten von Integration und Inklusion geschaffen.

Die Jugendarbeit im Werk 34 ist eine Erfolgsgeschichte und soll weiter ausgebaut und unterstützt werden. Zudem soll die Jugendarbeit auch mit den Nachbargemeinden besser vernetzt werden. In Zeiten eines demografischen Wandels wird aber auch die Seniorenarbeit immer wichtiger, deshalb soll und wird diese weiter gestärkt werden. Ebenso bleibe die Unterstützung des Ehrenamtes weiter ein zentrales Thema. Wie wichtig das Ehrenamt ist, zeigte sich wieder beim Jahrhunderthochwasser 2013. Die Feuerwehren und anderen Rettungsorganisationen leisten unschätzbare Arbeit für die Gemeinschaft und werden deshalb weiter unterstützt werden. Langfristige Planung ist auch bei der weiteren Entwicklung Berchtesgadens notwendig. So wird ein gemeinsamer Flächennutzungsplan für die fünf Talkesselgemeinden erstellt, der auch die Beteiligung der Bürger mit einbezieht.

So ist dem Marktbürgermeister Franz Rasp ein geringer Landschaftsverbrauch wichtig, was eine Nachverdichtung bestehender Bebauung und eine bedarfsgerechte und sorgsame Ausweisung neuer Flächen bedeutet. Es muss in Zukunft aber auch bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, merkte Rasp an. Die interkommunale Zusammenarbeit der fünf Talkesselgemeinden weiter auszubauen ist wichtig, um für die zukünftigen Aufgaben und Probleme gerüstet zu sein. Das gilt auch und insbesondere für den Tourismus in Berchtesgaden und Umgebung. Es muss eine ergebnisoffene Strukturdiskussion des Tourismus stattfinden, um fit für die Zukunft zu sein. Klar muss dabei sein, dass es keine einfachen Lösungen geben wird und dies nur in einem gemeinsamen Konsens der fünf Gemeinden erreicht werden kann.

Im Rahmen seines Vortrages stellte Marktbürgermeister Rasp auch die Gemeinderatskandidaten der CSU Berchtesgaden vor.

Die nächsten CSU-Wahlveranstaltungen finden am 7. März im Gasthof »Laroswacht«, am 9. März im Gasthof »Dürrlehen«, am 11. März im »Bräustüberl« Berchtesgaden und am 12. März die U30-Info für alle unter 30-Jährigen im »Kurz-a-Curry« statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.