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Petrijünger trotzen dem Schneefall

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Peter Springl jun. holte die schwerste Bachforelle mit 908 Gramm aus dem Hintersee.
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72 Fischer waren trotz Schneefall und Kälte beim 46. Roberto-Gedächtnisfischen dabei. Die Beute betrug 318 Fische mit einem Gewicht von 100 Kilogramm. (Fotos: Wechslinger)

Ramsau – Der April macht, was er will. Diese Erfahrung mussten am Sonntag auch die Mitglieder des Fischereivereins Berchtesgaden-Königssee und deren Gäste beim 46. Roberto-Gedächtnisfischen machen.


War den Fischern vor zwei Jahren strahlender Sonnenschein beschieden gewesen, so regnete es im vergangenen Jahr. Und in diesem Jahr schneite es, als um Punkt 8 Uhr das Anfischen als Auftakt in die Fischereisaison begann.

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»Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung«, sagte ein bis zum Bauch im Wasser stehender Fischer, der dick eingemummt sein Glück versuchte. Viele Fischer stachen zumeist zu dritt mit einem Ruderboot in den Hintersee. Andere machten es sich am Ufer gemütlich und fischten bequem auf Campingsitzen. Wieder andere gingen neoprengeschützt einige Meter in den Hintersee, um ihre Chancen auf einen guten Fang zu erhöhen.

Nach dem Startschuss hatten die Fischer vier Stunden Zeit. Um Punkt 12 Uhr war das waidgerechte Anfischen beendet und die Fischer kamen mit ihrem Fang zum Wiegen. Die Beute des Anfischens betrug in diesem Jahr 318 Fische, zumeist Bachforellen, mit insgesamt 100 Kilogramm. Die zu kleinen Fische wurden wieder in den Hintersee eingesetzt, um sie vielleicht im nächsten Jahr zu erwischen.

Nach dem Wiegen ging es traditionell ins Gasthaus »Seeklause«. Bezeichnenderweise gab es auch in diesem Jahr kein Fischgericht, sondern eine schmackhafte Schweinshaxe. Natürlich waren alle Versammelten gespannt, wer den dicksten Fisch an der Angel hatte und wer den ausgelobten Saiblingspreis bekommen würde. Die Fangquote je Fischer betrug vier Forellen und Saiblinge in unbegrenzter Zahl.

Der Vorsitzende des Fischereivereins Berchtesgaden-Königssee, Siegfried Lenz, ehrte nach dem Mahl die Fischer mit den dicksten Fischen. So hatte in der Gästeklasse der Fischermeister vom Königssee, Rudi Amort, eine Bachforelle mit 540 Gramm am Haken. Es folgten Dr. Reinhard Reiter mit 456 und Hans Jürgen Gäbler mit 452 Gramm schweren Bachforellen. Eine besondere Freude für den Verein sind 17 Jugendliche, die sich der Fischerei verschrieben haben. So ging Nachwuchsfischer Benedikt Graßl eine 678 Gramm schwere Bachforelle ins Netz. Es folgten Florian Willeitner (524) und Christoph Weinert (476), ebenfalls mit Bachforellen.

Bei den Aktiven glänzte Peter Springl mit einer Bachforelle, die satte 908 Gramm wog. Ihm am nächsten kamen Rüdiger Weinert mit 816 Gramm und Hans Pastötter mit 758 Gramm schweren Bachforellen. Den ausgelobten Saiblingspreis mit 392 Gramm sicherte sich Peter Springl. »Uns freut besonders der naturnahe Besatz mit Bachforellen«, betonte Sportwart Bernd Kubicke.

Siegfried Lenz freute sich darüber, dass zur Siegerehrung neben vielen Ehrengästen und seinen Vereinskollegen und Gästen auch die Bürgermeister Thomas Weber aus Bischofswiesen und Franz Halmich aus Marktschellenberg gekommen sind. Auch Annemie Ströhlein, die Tochter des 1968 beim Fischen verunglückten Robert Pawliczek, schaute vorbei und spendierte einen Preis. Christian Wechslinger