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Pistenraupe vom Götschen hilft bei Schneeräumung am Kehlstein

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So sah es auf der Kehlsteinstraße zwischen den Tunneln vor einiger Zeit noch aus.
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Der Größenvergleich zeigt, mit welch großen Schneemassen man aktuell am Kehlstein zu kämpfen hat.
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Der Frontlader stieß auf der Kehlsteinstraße zeitweise an seine Grenzen.
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Der Pistenbully muss dieselbe Strecke mehrmals bewältigen, bis die Straße komplett vom Schnee befreit ist. Hier ist das Gerät gerade auf den letzten Metern vor der Buswendeplatte im Einsatz. (Fotos: TRBK/3 und Wechslinger/1)

Berchtesgaden – Während im Tal bereits der Frühling Einzug hält, kämpft man am Kehlstein immer noch mit den Schneemassen. Immerhin soll Mitte Mai die Kehlsteinlinie ihren Betrieb aufnehmen. Weil es mit den üblichen Räumfahrzeugen teilweise kein Durchkommen mehr gab, setzt man nun auf die Unterstützung durch eine Pistenraupe inklusive Schneeschleuder vom Götschen.


Seit Anfang März sind Betriebsleiter Hans Kogler und die Mitarbeiter der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) dabei, die Kehlsteinstraße von den ungeheuren Schneemassen des letzten Winters zu befreien. Zuerst ging es darum, den Busterminal an der Abfahrtsstelle schneefrei zu bekommen. Fünf bis sechs Meter hohe Schneewände nach dem letzten Tunnel machten erstmals den Einsatz eines Pistenbullys vom Götschen notwendig, weil man mit den herkömmlichen Arbeitsgeräten nicht mehr durch kam. »An so viel Schnee kann ich mich nicht erinnern, es war sogar mehr als im Jahr 2006«, sagt Betriebsleiter Hans Kogler.

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Der Pistenbully ist mit einer besonderen Gummikette und einer Kalbacher Schneefräse ausgestattet. Bedient wird das Gerät vom Spezialisten Berni Heitauer. Zwischenzeitlich mussten die Arbeiten wegen Kälte und neuem Schneefall und damit drohender Lawinengefahr auch einmal eingestellt werden. Doch derzeit befindet man sich im Plansoll, was den Schnee betrifft.

Wenn die Straße schneefrei ist, werden die Forstarbeiter anrücken, die von Lawinen geknickte Bäume ausschneiden und abtransportieren. Danach kommen vier Felsenputzer von einer Spezialfirma in Kärnten, die mit Mitarbeitern der TRBK circa eine Woche lang loses Gestein entfernen. Zuletzt ist dann noch einmal das TRBK-Team dran, das der Kehlsteinstraße den letzten Schliff geben wird. Und dann muss der im Ernstfall als Fluchtweg dienende Fußweg von der Abfahrtsstelle zum Kehlsteinhaus noch begehbar gemacht werden. Christian Wechslinger