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Platz für 99

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In der Pension »Waldluft« sind 35 Asylsuchende untergebracht. Foto: Archiv/kp

Berchtesgaden - Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für insgesamt 99 Asylsuchende gefunden. Untergekommen sind diese in Berchtesgaden, in Freilassing und in Teisendorf. Steigt der Bedarf weiterhin, könnte erneut das ehemalige Schwesternwohnheim in Berchtesgaden ins Gespräch kommen.


»Wir sind verpflichtet, 99 Asylbewerber aufzunehmen«, so Andreas Bratzdrum, Pressesprecher am Landratsamt Berchtesgadener Land. Die Zahl ist in den letzten Wochen abermals gestiegen. Derzeit befinden sich 35 Personen in der Pension Waldluft in Berchtesgaden, 43 weitere in der Gemeinschaftsunterkunft in Freilassing. In Teisendorf haben zwölf Bedürftige ein Dach über dem Kopf gefunden. Darüber hinaus gibt es sechs Personen, die nach einem Jahr im Berchtesgadener Land inzwischen privat untergekommen sind, arbeiten dürfen und trotzdem in die Quote eingerechnet werden, wie Bratzdrum im Gespräch bestätigt. »Außerdem haben wir noch geringe Kapazitäten frei«, so der Landratsamtssprecher.

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Ursprünglich war in Berchtesgaden das ehemalige Schwesternwohnheim neben der Kreisklinik als Gemeinschaftsunterkunft im Gespräch. Davon ist nicht mehr die Rede, nachdem die Marktgemeinschaft Berchtesgaden Kritik geäußert hatte und um dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten bat. Dem Wunsch war das Landratsamt nachgekommen, wenngleich eine offizielle Bestätigung nicht erfolgte. Weil aber eine dezentrale Unterbringung, wie sie derzeit stattfindet, den Landkreis deutlich teurer kommt, müsste eine zentrale Wohnstätte doch im Interesse des Landkreises sein? Andreas Bratzdrum bestätigt das zwar, sagt aber auch, dass man nun endlich am Ende der Suche angekommen sei, andere Möglichkeiten werden derzeit bevorzugt. Deshalb ist zunächst auch das Wohnheim aus dem Rennen. So lange, bis sich weitere Asylbewerber ankündigen, die im Berchtesgadener Land untergebracht werden müssen. »Wenn das Problem wieder akut wird, ist auch das Schwesternwohnheim wieder aktuell.« kp