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Positiver Jahresabschluss 2016 für Teisendorf

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Zahlreiche Euro-Banknoten. Foto: Daniel Reinhardt/Archiv Foto: dpa

Teisendorf – Erfreuliche Daten zum Jahresabschluss 2016 für den Markt Teisendorf konnte Maria Scheurl-Böhnlein, stellvertretende Leiterin der Finanzverwaltung in der letzten Gemeinderatsitzung des Jahres bekanntgeben. Mit dem Jahresüberschuss von rund 1,5 Millionen Euro erhöht sich das Eigenkapital der Marktgemeinde auf rund 25 Millionen. Zu 2015 ein Plus von 1,3 Millionen.


Die Gebühren für die Abwasserbeseitigung werden sich ab 1. Januar 2018 ändern. Eine Erhöhung der Abgabesätze und damit eine Mehrbelastung der Verbraucher kann nicht abgeschlossen werden. Endgültiges steht aber erst fest, wenn die Kalkulationen abgeschlossen sind.

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Bei der finanziellen Situation hat sich der Jahresüberschuss der Ergebnisrechnung in 2016 um rund 533 000 Euro gegenüber 2015 erhöht und liegt jetzt bei rund 1,5 Millionen. Dabei kommen 46,4 Prozent der Einnahmen aus Steuern und Abgaben und 26,6 Prozent aus Zuwendungen und allgemeinen Umlagen. Bei den Steuern betragen die Einkommensteuerbeteiligungen rund vier Millionen, die Einnahmen aus Gewerbesteuer rund 2,3 Millionen. Bei den Ausgaben oder Aufwendungen schlagen die Transferaufwendungen mit rund 5,7 Millionen zu Buche (38,5 Prozent), die Personalaufwendungen mit rund drei Millionen (18,9 Prozent) und die planmäßigen Abschreibungen mit 2,3 Millionen (15,8 Prozent).

Für Baumaßnahmen wurden rund 3,7 Millionen ausgegeben mit der Turnhalle in Teisendorf als größter Posten (rund 1,5 Millionen). Die Bilanzsumme Aktiva zu Passiva beträgt rund 78 Millionen. Das sind rund 3,5 Millionen mehr als 2015. Von den 25 Millionen Eigenkapital entfallen 23,5 Millionen auf die Allgemeine Rücklage. Damit ist der Substanzerhalt beziehungsweise die Substanzmehrung gewährleistet.

Nach Bekanntgabe in der Gemeinderatssitzung wird jetzt der Jahresabschluss 2016 vom gemeindlichen Rechnungsprüfungsauschuss geprüft. Bis zum Abschluss dieser Prüfung gelten die Zahlen als vorläufig. Die überörtliche Rechnungsprüfung durch den Bayerischen Kommunalen Prüfverband hat bereits stattgefunden.

Beim Markt Teisendorf steht zum 1. Januar 2018 die Anpassung der Gebühren für die Abwasserbeseitigung und die Fäkalschlammentsorgung an, um sie der allgemeinen Kostenentwicklung anzupassen. Die letzte Anpassung war 2016 vorgenommen worden. Inzwischen haben sich auch Änderungen in der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung und zur Fäkalschlammentsorgungssatzung ergeben, die bei der Berechnung berücksichtigt werden müssen. Aufgrund personeller Engpässe in der Finanzverwaltung des Marktes Teisendorf liegt die endgültige Kalkulation der Gebühren noch nicht vor. Die Anpassung muss aber aus verwaltungstechnischen und rechtlichen Gründen bereits zum 1. Januar 2018 erfolgen. Daher dient diese Bekanntmachung der Vorabinfomation der Gebührenzahler, da die endgültige Kalkulation erst im kommenden Jahr durchgeführt werden kann. Die Anpassung wird dann rückwirkend erfolgen.

In der Gemeinderatssitzung wurde darauf hingewiesen, dass die Neukalkulation auch zu einer Erhöhung der Abgabesätze führen kann. In welcher Höhe es dann möglicherweise zu Mehrbelastungen für die Bürger kommt, kann erst nach Abschluss der Berechnungen gesagt werden. Wie bereits berichtet, wird das Abwasser künftig wieder von der Gemeinde abgerechnet.

Gemeinderat Edwin Hertlein (Grünen) wollte wissen, wie die Gemeinde die aktuelle Debatte um die Straßenbeitragsatzung sieht. Er befürchtet, dass die komplette Abschaffung der Anwohnerbeteiligung, wie kürzlich von den Freien Wählern auf Bayern gefordert, zu großen zusätzlichen Belastungen für die Kommunen führen könnte. Erster Bürgermeister Thomas Gasser antwortete, dass er die Debatte zwar verfolge, im Moment aber nicht den Eindruck habe, dass sich daraus wesentliche Änderungen ergeben könnten. Daher sei das für ihn im Moment kein Thema. Er hoffe, dass die jetzige Regelung beibehalten werde. kon