weather-image
19°

Pro-Kopf-Verschuldung in Marktschellenberg verdoppelt sich in diesem Jahr

2.3
2.3
Schulden
Bildtext einblenden
Die Steuereinnahmen in Marktschellenberg sinken; die Verschuldung steigt um rund 1,5 Millionen Euro auf knapp 3 Millionen Euro an. (Foto: Daniel Reinhardt/Illustration/dpa)

Marktschellenberg – Kämmerer Wolfgang Dopke hat am Montag in der Marktgemeinderatssitzung den Haushalt für das Jahr 2018 vorgestellt. Auffällig ist vor allem der Anstieg des Schuldenstands.


Der Haushaltsplan von Marktschellenberg hat 2018 ein Gesamtvolumen von 7,9 Millionen Euro, davon entfallen 4,1 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt (plus 300.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr) und 3,8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt (minus 3100 Euro).

Anzeige

Da Marktgemeinde hat sowohl bei der Steuer- als auch der Umlagekraft einen Rückgang zu verzeichnen. Marktschellenberg liegt mit einer Steuerkraftzahl von 597 Euro je Einwohner auf dem letzten Platz innerhalb der 15 Gemeinden des Landkreises. Der Durchschnitt liegt bei 854 Euro. Bei der Umlagekraft liegt Marktschellenberg derzeit auf Platz 14, sie hat sich seit dem Vorjahr um 56.000 Euro verringert. Die Kreisumlage für die Marktgemeinde sinkt damit um 50.800 Euro. Die Schlüsselzuweisungen für die Marktgemeinde steigen voraussichtlich um 89.000 Euro auf 667.000 Euro.

Im Vermögenshaushalt ist die geplante Sanierung des Rathauses einer der zentralen Punkte. Dafür sind anteilige Planungs- und Baukosten in Höhe von 700.000 Euro angesetzt worden. Die Verpflichtungsermächtigung für Folgejahre beträgt 366.700 Euro. Eine Zuwendung über das Konjunkturinvestitionspaket in Höhe von 800.000 Euro wird anteilig mit 350.000 Euro eingestellt. Weitere Kosten fallen für die Touristinfo an, die im Rahmen des Umbaus ebenfalls erneuert werden soll. 2018 soll unter anderem auch in den Brandschutz im Feuerwehrhaus, eine öffentliche Toilette im Ortskern oder die Breitbanderschließung investiert werden.

Der Schuldenstand der Gemeinde wird sich laut Haushaltsplan bis 31. Dezember auf fast 3 Millionen Euro erhöhen. Das bedeutet eine Netto-Neuverschuldung von rund 1,55 Millionen. Am ersten Januar 2018 lag die Pro-Kopf-Verschuldung bei 793 Euro bis 31. Dezember soll sie auf 1600 Euro steigen. In Summe müssen Kredite von 1,66 Millionen Euro aufgenommen werden. ra