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»Quadrokopter« fliegt den anderen Projekten davon

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Siegerehrung (v.l.): Christoph Geistlinger, der Geschäftsführer des Schülerforschungszentrums Landrat Georg Grabner, der drittplatzierte David Ruprecht, die zweitplatzierten Cathi Angerer und Benjamin Laimgruber , Sieger Jakob Mack, Prof. Claudia Kugelmann, Ministerialrat Dieter Goetzl und der 2. Vorsitzende des Fördervereins des Schülerforschungszentrums, Heinz Quittenbaum. Fotos: Anzeiger/Marschner
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Der Gewinner Jakob Mack präsentierte stolz seinen Quadrokopter.

Berchtesgaden – Bei der Schülerkonferenz im Berchtesgadener Gymnasium war am Montag eine ganze Menge geboten. Ein fliegender Quadrokopter, der Bau eines Luftkissenfahrzeuges, interessante Experimente mit flüssigem Stickstoff und ein richtiger Feuertornado begeisterten nicht nur die Schüler der Gymnasien, sondern auch die vielen Ehrengäste, die zu dieser besonderen Veranstaltung erschienen waren. In der ersten Reihe der Aula staunten Landrat Georg Grabner, Prof. Claudia Kugelmann, Ministerialrat Dieter Goetzl, die Schulleiter der eingeladenen Gymnasien, der 2. Vorsitzende des Fördervereins des Schülerforschungszentrums Heinz Quittenbaum sowie der Geschäftsführer des Schülerforschungszentrums, Christoph Geistlinger, über den Einfallsreichtum der Schüler.


Die Zwölftklässler aus den vier Landkreisgymnasien stellten ihre Seminararbeiten etwa 300 Schülern aus den zehnten Klassen der vier Gymnasien vor. Neun Projekte standen zur Auswahl. Die drei besten Projekte wurden anschließend von den Jugendlichen prämiert. Die Jury des Wettbewerbes bestand aus Schülern der zehnten Klassen, vier Mitarbeitern des Forschungszentrums und vier Lehrkräften.

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Höhepunkt des Schuljahres

Nach kurzer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter, Markus Spiegel-Schmidt, erhob Prof. Kugelmann voller Stolz das Wort. »Das ist eine gute Gelegenheit für die Schüler, dass ihre Seminararbeiten aus dem naturwissenschaftlichen und technischen Bereich öffentlich präsentiert werden und dadurch ein Austausch zwischen den vier Landkreisgymnasien erfolgen kann. Die Schüler haben dabei die Möglichkeit, sich zu treffen und einander kennenzulernen. Die Schülerkonferenz stellt einen Höhepunkt des Schuljahres dar«, freute sich Kugelmann.

»Das ist eine einzigartige Einrichtung für das Voranbringen von Wissenschaft und Technik«, lobte Kugelmann und wies die Schüler auch auf »Jugend forscht« hin. »Das wäre doch eine Überlegung wert für die Sieger dieses Seminars, auch an den regionalen Wettbewerben teilzunehmen.«

Landrat Georg Grabner richtete vor der Siegerehrung ebenfalls das Wort an Teilnehmer und Gäste. »Das Schülerforschungszentrum schafft es, junge Menschen verstärkt für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Dadurch entsteht die zukünftige Elite, auf die wir bauen.« Unter tosendem Applaus in der Aula ging es zum Höhepunkt der Veranstaltung. Der Geschäftsführer des Schülerforschungszentrums, Christoph Geistlinger, verlas die Plätze drei bis eins. Der jeweilige Sieger hatte anschließend die Möglichkeit, seine Seminararbeit vorzustellen.

Projekt zum Wimbachtal

Auf den dritten Platz kam David Ruprecht mit seinem Thema »Geologische und hydrologische Aspekte des Wimbachtals«. Dabei ging es David um die Wasserqualität der Wimbachquellen. Der Berchtesgadener Schüler führte dafür selbst Untersuchungen des Wassers durch. Mittels Powerpointpräsentation führte er anschaulich durch all seine Untersuchungen. David ging dabei auf die aktuelle geologische Situation ein, erklärte Unterschiede des Gesteins und beantwortete am Ende die Frage, ob die Wimbachquelle Trinkwasserqualität hat. Für David war das ein zeitintensives, aber auch interessantes Projekt. »Forschen in der Region vereinfacht die Recherche, man kann immer wieder selbst vor Ort sein«, so der Schüler.

Den zweiten Platz teilen sich Franziska Kellner, Cathi Angerer und Benjamin Laimgruber mit ihren Projekten: Nachbau und Funktion eines Luftkissenfahrzeugs, Prinzip einer Lasergitarre, Durchführung eines Feuertornados und das Experimentieren mit flüssigem Stickstoff. Die Schüler des Gymnasiums Berchtesgaden hatten sich zusammengefunden, um im Team eine mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Mitmachausstellung und Wissenschaftsshow auf die Beine zu stellen.

Gewonnen hat Jakob Mack vom Karlsgymnasium Bad Reichenhall mit seinem Bau eines Quadrokopters. Jakob erklärte Schritt für Schritt den begeisterten Zuhörern von der Idee bis zur Umsetzung seines kleinen Fluggerätes, was aus PVC Rohren und einer Carbonplatte entstanden ist und mittels Fernsteuerung bedient wird.

760 Umdrehungen pro Minute

»760 Umdrehungen schafft der Quadrokopter in der Minute«, erklärte Jakob stolz. Und verriet auch, dass die ersten Startversuche sehr schwierig gewesen waren. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, nach seinem Vortrag seinen Quadrokopter vor den Augen der Zuschauer abheben zu lassen. Die Urkunden sowie die Preisgelder zwischen 100 und 300 Euro überreichten Christoph Geistlinger, Heinz Quittenbaum und Landrat Grabner.

Am 29. Januar stellen die Gewinner ihre Projekte ab 18 Uhr im Forschercafé des Zentrums noch einmal der Öffentlichkeit vor. Am 1. Februar kann man zwischen 10 Uhr und 17 Uhr den Klimaladen im Schülerforschungszentrum besuchen. Dabei erfährt der Besucher alles Wichtige rund um das Thema Klima, Klimawandel und wie das Einkaufsverhalten das Klima beeinflusst. Susann Marschner