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Ramsauer CSU-Stammtisch mit Landrat Grabner

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Der Ramsauer Bürgermeister Herbert Gschoßmann, Kreis- und Gemeinderat Richard Grassl, 2. Bürgermeister Sepp Maltan und Landrat Georg Grabner (v.l.) sind bereit für die kommunalpolitischen Herausforderungen der nächsten sechs Jahre. Foto: privat

Ramsau (CSU) – Sich in allen Ramsauer Gnotschaften vorzustellen und mit den Bürgern zu diskutieren, dies hat sich der CSU-Ortsverband Ramsau zu eigen gemacht. Dabei wurden die Ziele der Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden sechs Jahre vorgestellt und erläutert.


Landrat Georg Grabner informierte über seine Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Das Berchtesgadener Land soll sich zu einer Gesundheitsregion weiterentwickeln. Dabei spielt der Erhalt der Kreiskliniken in kommunaler Trägerschaft eine wesentliche Rolle, wobei die allgemeinen Kostensteigerungen und der Fachkräftemangel die Probleme sind, die es zu lösen gilt. Eine flächendeckende Versorgung mit Hausärzten, dafür wolle sich der Landrat mit Nachdruck einsetzen.

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Höchste Priorität genießt die Bildung, Georg Grabner sprach von einer Bildungsregion Berchtesgadener Land. Jeder junge Mensch soll einen Schulabschluss haben und kein Abschluss ohne Anschluss, so Grabner. Ein weiteres Schlüsselprojekt nannte er den Bereich Klimaschutz und Energie. Die restlich noch nicht energetisch sanierten Landkreisgebäude sollen unter seiner Führung zügig saniert werden.

Sepp Maltan leitete im Anschluss auf gemeindliche Themen über, insbesondere das Wanderwegenetz im Bereich Taubensee sollte noch verbessert werden. Als Beispiele nannte er den maroden »Kaltbachsteg«, die Beschilderung des Almerlebnisweges Lattenberg und fehlende Rastbänke am »Leiererparkplatz«. Hier Abhilfe zu schaffen, versprach Bürgermeister Herbert Gschoßmann.

Anschließend formulierte das Gemeindeoberhaupt die Ziele seiner Mannschaft und zeigte sich erfreut, ein so ausgewogenes Team hinter sich zu haben. »Wir wollen die gemeindlichen Straßen und Wege in Schuss halten wie beispielsweise die Kederbachstraße und den Scheffmannweg«, informierte Gschoßmann. Einen Handlungsbedarf sieht der Rathauschef auch an den gemeindlichen Gebäuden: »Renovierungen und Sanierungen, eventuell auch neue Konzepte müssen diskutiert werden. Dabei liegt uns am Herzen, eine idealere Lösung für Bauhof und Feuerwehr zu finden«.

Im Bereich Tourismus möchte die CSU auf eine weitere Positionierung als »Bergsteigerdorf« setzen; dabei soll insbesondere der Bergkurgarten weiter das Gesundheitsangebot als Heilklimatischer Kurort verstärken.

Die Landwirte zu unterstützen, wo es nur möglich ist, und die »Steilzulage« weiter auszubezahlen, dafür wollen sie sich einsetzen, versprach der Bürgermeister weiter. Sorgen mache er sich um die Bevölkerungsentwicklung in Ramsau. »Dazu müssen wir vorhandenen Betrieben und Handwerkern eine Entwicklungsmöglichkeit bieten. Wohnortsnahe Arbeitsplätze dienen auch unseren jungen Menschen dazu, in der Ramsau zu bleiben«.

Die Diskussion wurde rege von den Kandidaten genutzt. Franz Schwab bemängelte, dass der Nationalpark derzeit mit mehreren Landwirten sich in gerichtlichen Prozessen befindet. Kritik kam von Andreas Thomae auch zur Ausweisung von FFH-Gebieten, hier wird der Landwirt gar nicht gefragt. Das passt so nicht, meinte er. Andreas Bönsch richtete seinen Beitrag an den Landrat und bat darum, das »gastronomische Berufsbild« zu verbessern. Es fehle an Nachwuchs. Hierzu merkte Nicole Votz an, das bereits gute Bildungsangebot in der Region diesbezüglich weiter auszubauen. Thomas Datzmann warb erneut für ein Bürgerkraftwerk Ramsau, um so auch einen Beitrag dazu zu leisten, dass der Landkreis sein ehrgeiziges Ziel erreicht.