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Ramsauer feiern mit Musik und Schmankerln

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Geschätzte 1 500 Besucher feierten mit den Ramsauern beim Nationalparkhaus das einjährige Bestehen des Bergsteigerdorfes. Weitere Bilder unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Schnitzschüler Kian Bartels in Aktion.
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Die ausgezogenen Krapfen der Ramsauer Bäuerinnen waren sehr beliebt.
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Beeindruckende Präsentation: Wolfgang Czech (l.) mit seinem Steinadler-Weibchen »Jennifer« und dem Ramsauer Tourismuschef Fritz Rasp.

Ramsau – Das Ramsauer Herbstfest rund um das Klausbachhaus war am Samstag ein voller Erfolg. Es war ein wunderschöner Herbsttag und so zählte man rund 1 500 Besucher. Viele Touristen und Einheimische sowie Musikliebhaber aus der weiteren Umgebung sind gekommen, denn die Schlossbergmusikanten aus Marzoll waren ein Anziehungsmagnet für Freunde der Blasmusik.


Zum 20. Mal wurde das Ramsauer Herbstfest gefeiert und durch das Programm führte in bewährter Weise Tourismuschef Fritz Rasp. Dieses Jahr feierte man Geburtstag: Seit einem Jahr ist die Gemeinde Ramsau das erste Bergsteigerdorf Deutschlands. Man bot ein buntes Rahmenprogramm. Kian Bartels, ein junger Schnitzschüler, schnitzte eine Kramperllarve und präsentierte eine kleine Ausstellung seiner gefertigten Masken, dekoriert mit Kuhglocken. Sein Stand war überwiegend von jungen, begeisterten Burschen umstellt.

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Einen Infostand hatten die Bergführer und die Bergwacht Ramsau. Basteln für Kinder veranstaltete die Nationalparkverwaltung und besonders beliebt bei den Kleinen waren die Ponys vom Ponyhof Ruppenlehen. Die Jugendgruppe des GTEV D'Achentaler zeigte Trachtentänze und Schuhplattler.

Verköstigt wurden die vielen Besucher mit regionalen Produkten. Die Almgenossenschaft Kallbrunn verkaufte den Kallbrunner Almkäse, im Stück und auch geschmolzen auf einem Bauernbrot. Besonders beliebt bei den Ramsauer Bäuerinnen waren wieder die »ausgezogenen Krapfen«, die Speckbrote und der selbst gebackene Kuchen. Regionale Produkte verkaufte der Familienkreis Ramsau. Der GTEV D'Achentaler kümmerte sich um den Bierausschank und bei der Freiwilligen Feuerwehr Ramsau konnte man Würstl und Leberkas bekommen. Traditionelles Holzhandwerk und Holzwaren wurden von der Familie Graßl angeboten.

Immer wieder brachte Sprecher Fritz Rasp Wissenswertes und Geschichtliches aus dem Ramsauer Tal. Er berichtete über den heiligen Rupert, den die Salzburger groß feiern und über den auch eine Verbindung in die Ramsau besteht. Denn am Klausbachhaus sind die Salzsäumer mit ihren Fuhrwerken vorbeigefahren.

Große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat Wolfgang Czech, als er mit seinem 14-jährigen Steinadler »Jennifer« auf die Bühne kam. Es wurde ruhig, als er von den gigantischen Fähigkeiten – vor allem Flügeltragkraft, Sehfähigkeit und Jagdtauglichkeit – des »Königs der Lüfte« berichtete. Seit 1953 gibt es das private Filmtiergehege für Greifvögel und andere Tiere, das Adlergehege, am Obersalzberg. Anschließend stellte sich Czech mit seinem Tier noch für Fotos zu Verfügung.

Richtig gefeiert haben 20 junge Männer vom Burschenverein Furth im Wald. »Wir haben im Internet was gelesen vom Almabtrieb«, erklärte einer dem Reporter. Allerdings schränkte er dann ein: »Almabtrieb haben wir keinen gesehen, aber das Herbstfest ist spitze«. So bereute man es nicht, für eine Nacht in die Ramsau gekommen zu sein. Mit dem Stück »Böhmischer Traum« ließen die Schlossbergmusikanten das herrliche Fest ausklingen. Bernhard Stanggassinger