weather-image
14°

Rathaus soll behindertenfreundlich werden

4.2
4.2
Bildtext einblenden
Das Rathaus von Schönau am Königssee soll laut Gemeinderatsbeschluss behindertenfreundlich werden. Die schöne Außenfassade will man aber beim Umbau in jedem Fall erhalten. Foto: Anzeiger/Kastner

Schönau am Königssee – Das Rathaus in Unterstein soll behindertenfreundlich werden. Für den entsprechenden Umbau mit Einbau eines Aufzugs will der Gemeinderat Schönau am Königssee womöglich schon im nächsten Jahr Geld in die Hand nehmen. Der Gemeinderat gab am Dienstag einstimmig grünes Licht, sodass sich die Verwaltung um Fördergelder bemühen kann.


»Unser Rathaus ist sehr schön und bietet gute Arbeitsbedingungen«, stellte Bürgermeister Hannes Rasp fest. Doch für behinderte und ältere Menschen sei es nicht leicht, die Verwaltungsräume wie beispielsweise das Sozialamt zu erreichen. »Wir haben diese Menschen dann oft mit dem Rollstuhl nach oben getragen. Das hat uns nichts ausgemacht, aber ich weiß nicht, wie sich diese Leute dabei vorkommen«, so der Bürgermeister. Sein Wunsch sei es deshalb, dass das Rathaus behindertenfreundlich umgebaut wird.

Anzeige

Das Projekt hat man vor kurzem bei der Regierung von Oberbayern vorbesprochen. Dort stellte sich die Beteiligung der Gemeinde am interkommunalen Städtebauförderprogramm als Glücksfall heraus. »Wenn wir mit dem Umbau öffentliche Einrichtungen erreichen, was bei uns ja der Fall ist, dann können wir über das Programm Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent bekommen«, sagte Rasp. Es ließe sich dann ein Aufzug vom Keller bis ins oberste Stockwerk bauen. Der Wunsch der Regierung sei es, dass die Gemeinde einen Architekten mit der Erstellung von zwei oder drei Planungsvarianten beauftragt. Diese müssen dann mit der Regierung besprochen werden.

»Das ist nur zu begrüßen. Es ist schön, wenn das Rathaus für ältere und behinderte Personen zugänglicher gemacht wird«, stellte Franz Graßl (CSU) fest. Allerdings forderte er, »viel Hirnschmalz« in das Projekt zu investieren, damit das Haus von außen möglichst wenig verändert werde. »Ja, wir werden uns um eine Innenlösung bemühen, damit die schöne Außenfassade des Gebäudes erhalten bleibt«, versicherte Rasp. Seine Unterstützung sagte auch 2. Bürgermeister Richard Lenz zu: »Ich freue mich auf die Umsetzung.«

Womöglich könnte es auch Zuschüsse für eine Verschönerung des Rathausumgriffs inklusive Pflasterung des Parkplatzes geben. »Das geht aber nur, wenn damit eine städtebauliche Maßnahme verbunden ist«, erklärte Hannes Rasp. Dann sei auch die Befestigung des Parkplatzes förderbar. Sollte auch dieses Projekt möglich werden, könnte man es im Anschluss an den Rathausumbau in den Jahren 2017 bis 2019 realisieren. Ulli Kastner