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Razzia gegen Rechtsextreme in Reichenhall und am Königssee

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Razzia
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Zivilfahnder der Polizei (Symbolfoto: Boris Roessler/dpa)

Berchtesgadener Land – In der bundesweiten Razzia gegen die verbotene Gruppierung "Blood & Honour Division Deutschland" wurden auch Wohnadressen in Bad Reichenhall und Schönau am Königssee durchsucht. Das bestätigte auf Anfrage des »Berchtesgadener Anzeigers« der Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft München, Joachim Ettenhofer. Festnahmen gab es hier nicht, es ist bislang auch nicht bekannt, ob in Schönau am Königssee Beweismaterial gesichert wurde.

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Insgesamt haben die Behörden 15 Gebäude in Deutschland durchsucht, acht davon liegen in Bayern. Zwölf Personen stehen in Verdacht, die rechtsextremistische Vereinigung wieder aufleben zu lassen. Vier Personen wurden verhaftet.

Neben den Objekten in Bad Reichenhall und Schönau am Königssee wurde auch eine Wohnung in Oberaudorf bei Rosenheim durchsucht. Dort wurde zudem eine Person festgenommen. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigte die Münchner Generalstaatsanwaltschaft, dass neben den genannten Objekten noch Durchsuchungen in Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen) und Rauhenebrach (Landkreis Haßberge) stattfanden. Weitere Adressen wurden nicht bekannt gegeben.

Die Verdächtigen sollen versucht haben, die seit September 2000 verbotene "Blood & Honour Division Deutschland" zu reanimieren. Sie sollen rechtsextremistisches Gedankengut im Namen der Vereinigung vertrieben haben, darunter verbotene Rechtsrock-Musik und Werbeartikel mit radikalen Symbolen.

red/dpa

 

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