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Rehe von Hunden gerissen – Trächtige Tiere haben keine Chance

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Nun beginnt die Zeit, in der Rehe ihre Kitze im hohen Gras ablegen. Das bedeutet: Hundehalter müssen besondere Vorsicht walten lassen. Foto: Wierzchowski

Berchtesgadener Land – Die Kreisjägerschaft weist darauf hin, dass in den vergangenen Monaten insgesamt drei Rehe von Hunden gerissen worden sind.


Gerade in der Dämmerung am Morgen und Abend haben viele Hundehalter Zeit, ihre Vierbeiner auszuführen. Dies ist aber auch genau die Zeit, in der das Wild aktiv ist und zum Fressen austritt.

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Im Moment sind die weiblichen Rehe hochträchtig und haben keine Chance, einem Hund zu entkommen. In ein paar Wochen beginnt dann die Setzzeit und Rehkitze liegen oftmals fast unsichtbar am Wegesrand und können so leicht zum Opfer eines Hundeangriffes werden.

Rehkitze und Junghasen werden zudem oft im hohen Gras von ihrer Mutter abgelegt und bleiben dort lange Zeit alleine. Beim Werfen von Bällen (zum Beispiel beim Apportieren) muss besonders beachtet werden, dass in diesen Bereichen Jungtiere auf ihre Mutter warten könnten.

"In einer Welt mit mehr Erholungssuchenden und mehr Hunden müssen Regeln eingehalten werden. Nach dem Bayerischen Jagdgesetz dürfen Hunde nur innerhalb des Einwirkungsbereiches ihres Besitzers frei laufen gelassen werden. Beim einen reicht zum 'Einwirken' der Sichtkontakt, beim anderen muss dann eben die Leine angelegt werden", so der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Hans Berger.

Oft werden die Instinkte der Hunde unterschätzt. Hunde sind Beutegreifer und der vermeintlich brave Couchbewohner kann bei Gelegenheit schnell zum Killer werden. Und gerade Jungtiere haben dann auch bei kleineren Angreifern keine Chance. Die Jägerschaft appelliert, die Natur als Wohnzimmer des Wildes zu achten. fb