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Rekordjahr für die Tourismusregion

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Die Gemeinde Schönau am Königssee, in der sich auch die Jenner-Skiabfahrt befindet, zählte im letzten Jahr die meisten Übernachtungen im gesamten Tourismusverband. (Foto: BGLT)

Berchtesgaden – Das Jahr 2016 ist für die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee ein fantastisches gewesen. Sagt auch TRBK-Geschäftsführer Michael Wendl. Obwohl der Dezember als Einzelmonat nicht herausstach, so können sich die Übernachtungszahlen, auf das Jahr betrachtet und im Vergleich zum Vorjahr, sehen lassen.


Nach Berchtesgaden kamen im Dezember 12 000 Gäste, die für 39 000 Übernachtungen sorgten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt pro Gast bei kargen 3,26 Tagen. Im Vergleich mit dem Vorjahr (3,44) blieben die Gäste in Berchtesgaden erneut kürzer. Ein Trend, der sich laut Michael Wendl auch in den Gesamtzahlen für die Tourismusregion ablesen lässt. Auf das Gesamtjahr bezogen übernachteten die Besucher knapp 734 000-mal in Berchtesgaden (2015: 699 000).

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In Bischofswiesen zählten die Statistiker im Dezember 2 900 Gäste bei 12 000 Übernachtungen. Hier blieben die Gäste 4,14 Tage im Durchschnitt, aber auch in Bischofswiesen ist der Trend spürbar. 2015 lag die Aufenthaltsdauer im Schnitt noch bei 4,5 Tage pro Gast. Nächtigungen zählte man im vergangenen Jahr 294 000 (2015: 283 000).

Die Gemeinde mit den meisten Übernachtungen, aber dennoch weniger Gästen als etwa in Berchtesgaden, ist Schönau am Königssee. Im Dezember kamen 8 500 Leute, die 40 000 Übernachtungen generierten. Die Aufenthaltszeit für den Dezember sank auf 4,73 Tage (2015: 4,93). Dennoch sind die Zahlen eindrucksvoll, auch, was die Jahresbesucher angeht: Blieben Urlauber 2015 noch 922 000 Nächte, erhöhte sich diese Zahl im vergangenen Jahr auf 945 000 Übernachtungen.

Natürlich ist man in Marktschellenberg von solchen Zahlen weit entfernt. Überhaupt lässt sich sagen, dass der Dezember ein recht mauer Monat für die kleine Gemeinde war. Nur 425 Gäste kamen und blieben 2 013 Nächte. Ein Jahr zuvor waren im gleichen Monat noch 649 Gäste gekommen, die 3 100 Übernachtungen tätigten. Auf das Jahr gerechnet waren die Gästezahlen zwar leicht steigend, knapp 10 000 Menschen kamen, die Übernachtungszahlen fielen aber auf 57 400 (minus 0,83 Prozent). Bei den Aufenthaltstagen schlägt die Marktschellenberger aktuell aber keine andere Gemeinde in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. Jeder Besucher blieb durchschnittlich 5,77 Tage.

Ramsau hatte im Dezember auch einen Minusmonat zu verbuchen. 3 000 Gäste reisten an, die 12 200-mal übernachteten. Das sind 2 100 Übernachtungen weniger als im Vorjahresdezember. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer fiel von 4,21 auf 4,03 Tage. Auf das Gesamtjahr gesehen, gewann die Ramsau zwar kaum an Gästen (plus 263), dafür aber 8 000 Übernachtungen (2016: 362 000). Selbst in Sachen Aufenthaltsdauer machte die Gemeinde wieder Boden gut. Im Schnitt blieb ein Gast 4,98 Tage.

Im gesamten Verbandsgebiet kamen im Dezember rund 2 000 Besucher weniger (26 800). Die Übernachtungszahlen fielen um 14 000 auf 105 000. Summa summarum zählte man für das Jahr 2016 aber 541 000 Gäste in der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee. Ein Rekord. Das Jahr zuvor waren es noch knapp 518 000 gewesen. Stolz zeigt sich Michael Wendl vor allem bei den Gesamtübernachtungszahlen von 2,392 Millionen, immerhin 76 000 oder 3,28 Prozent mehr als noch im Jahr 2015. »Der Trend, dass Leute nur noch kurz bleiben, setzt sich weiter fort«, sagt Wendl. Die Leute fahren zwar öfter in Urlaub, aber sie bleiben nicht mehr so lange an ein- und demselben Ort. »Das ist eine Entwicklung, die man nicht aufhalten kann.« Kilian Pfeiffer