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Rekordwerte beim Niederschlag

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Am Klausbach ist der Damm gerissen, weshalb das Wasser in Richtung Hintersee fließen konnte. Die Wegschäden im gesamten Klausbachtal sind beträchtlich. Foto: privat

Ramsau (NPV) – Die starken Regenfälle vom vergangenen Wochenende haben auch im Nationalpark Berchtesgaden Spuren hinterlassen. Vor allem im Klausbachtal muss mit Behinderungen auf dem Hauptwanderweg (Nr. 481) vom Klausbachhaus zum Hirschbichlpass gerechnet werden. Die Niederschlagsmengen an der Wildfütterung im Klausbachtal waren die größten jemals gemessenen Werte seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1993.


168 Liter Regen pro Quadratmeter waren im Klausbachtal am Wochenende binnen 24 Stunden gefallen, dies ist ein Zehntel des Jahresdurchschnitts. Im Wimbachtal war es mit 141 Litern nur geringfügig weniger Niederschlag. Wie kleinräumig verteilt die starken Regenfälle waren, zeigt der Wert der Messstation auf Kühroint: Auch hier kamen stattliche 52 Liter pro Quadratmeter zusammen, im Vergleich zu den Nachbartälern jedoch ein deutlich geringerer Wert.

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In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter des Nationalparks die Wege und Steige im Nationalpark kontrolliert und erste Schäden beseitigt. Im Revier Königssee sind bereits alle Wege wieder begehbar, auch im Wimbachtal kommt es für Fußgänger nur zu geringfügigen Einschränkungen. Der Wanderweg zwischen Wimbachbrücke und Wimbachschloss (Nr. 421) wird lokal umgeleitet, ist aber durchgängig begehbar. Die Wimbachklamm ist ohne Einschränkungen begehbar. Für Fahrverkehr (mit Berechtigung) ist das Wimbachtal bis auf Weiteres gesperrt.

Schlimmer hat es das Klausbachtal erwischt: Hier ist der Wanderweg vom Klausbachhaus bis zur Ragertbrücke (Nr. 481) gesperrt, ebenso der Abschnitt von der Bindalm zum Hirschbichl. Wanderer müssen abschnittsweise auf die Straße ausweichen. Die Staatsstraße ist für Fahrverkehr (mit Berechtigung) vom Klausbachhaus bis zum Hirschbichl durchgängig befahrbar. Derzeit werden im Klausbachtal die Zufahrten für die Weideberechtigten wieder hergerichtet, am Mittwoch beginnt die Sanierung der Wanderwege. Die Arbeiten werden rund zwei Wochen in Anspruch nehmen. Umleitungen sind vor Ort ausgeschildert.