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»Christoph 14« am Wochenende je zweimal am Watzmann und auf der A8 im Einsatz

Rettung für zwei Bergsteiger und zwei Biker

Ramsau/Traunstein – Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« war am Wochenende unter anderem zweimal am Watzmann und zweimal auf der Autobahn A8 im Einsatz, um einen intern erkrankten und einen verletzten Bergsteiger sowie zwei schwer verletzte Motorradfahrer zu retten.

Zweimal war der Rettungshubschrauber »Christoph 14« am Wochenende am Watzmann zur Bergung von Bergsteigern im Einsatz. Die Maschine konnte direkt unterhalb des Falzköpfls landen. Foto: BRK BGL

Am Freitag gegen 8.30 Uhr ging ein Notruf vom Watzmannhaus ein, wo ein akut intern erkrankter Bergsteiger Hilfe brauchte. Die Besatzung des Hubschraubers konnte direkt am Haus landen, den Patienten versorgen und ihn dann zum Klinikum Traunstein fliegen.

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Während der Samstag relativ ruhig ausfiel, mussten die fliegenden Retter am Sonntag zu gleich zwei schweren Motorradunfällen auf der A 8 und einem Bergsteiger mit Fußverletzung am Watzmann fliegen. Gegen 10.40 Uhr geriet ein 66-jähriger Biker aus dem Landkreis Penzberg auf der A8 in Richtung München im Bereich des Chiemsees während eines verkehrsbedingten Bremsmanövers ins Schlingern und schlug ohne Fremdbeteiligung rechts neben dem Fahrstreifen mit seinem Motorrad auf. Die Besatzung von »Christoph 14« versorgte den nach erster Einschätzung mittelschwer verletzten Mann notärztlich und flog ihn dann zum Klinikum Traunstein. Das Motorrad musste abgeschleppt werden; Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein nahmen den Unfallhergang auf.

Nur eine Stunde später ging ein Notruf vom Watzmann ein, wo sich ein Bergsteiger beim Abstieg vom Hocheck zum Watzmannhaus am Fuß verletzt hatte. Der Pilot konnte an der Unfallstelle anlanden und den Notarzt über die Kufe beim Patienten aussteigen lassen und brachte dann einen Ramsauer Bergwachtmann mit Rettungssitz vom Tallandeplatz auf den Berg, der ebenfalls über die Kufe ausstieg. Notarzt und Patient und danach der Bergwachtmann wurden dann in zwei Aufzügen am sieben Meter kurzen Rettungstau aus dem Hang abgeholt und zum Zwischenlandeplatz am Watzmannhaus geflogen, wo der Verletzte in den Hubschrauber umgeladen und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde.

Gegen 14.20 Uhr krachte es wieder auf der A 8, ebenfalls in Fahrtrichtung München, allerdings kurz nach der Tank- und Rastanlage Hochfelln Nord. Ein 62-jähriger Motorradfahrer musste aufgrund von Staubildung seine Geschwindigkeit reduzierten, als ihn ein 70-jähriger österreichischer Autofahrer von hinten regelrecht abschoss, da er das Bremsmanöver des Bikers zu spät erkannt hatte. Die Sozia des Motorradfahrers wurde gegen die Mittelschutzplanke geschleudert, nachdem das Bike gegen das Heck eines vor ihm fahrenden Rosenheimer VW prallte.

Die Besatzung von »Christoph 14« versorgte die schwer verletzte 59-jährige Mitfahrerin und flog sie dann zum Klinikum Traunstein. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes brachte den leicht verletzten 62-Jährigen wenig später nach. Das verunfallte Motorrad und das Fahrzeug des Österreichers mussten abgeschleppt werden. An den beteiligten Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von rund 20 000 Euro. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein nahmen den genauen Hergang auf.

Bei der Versorgung war unter anderem auch die ehrenamtliche Motorradstreife des Roten Kreuzes im Einsatz. Durch die beiden Unfälle war die Autobahn im jeweiligen Bereich für den Verkehr kurzzeitig komplett gesperrt, um die Erstversorgung der Verletzten, die Sicherung des An- und Abfluges des Hubschraubers und die Räumung der Unfallstelle zu gewährleisten. Aufgrund der Unfälle und wegen des starken Rückreiseverkehrs am Sonntag kam es zu größeren Staus. ml