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Rettungsaktion am Hochstaufen

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Bad Reichenhall – Ein Bergwanderer ist am Donnerstagmittag am Hochstaufen über steiles Schrofengelände etwa 25 Meter in die Tiefe gestürzt und hat sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen.


Der Mann war zusammen mit mehreren anderen Wanderern auf dem Jägersteig kurz unterhalb des Gipfels unterwegs, als das Unglück gegen 11.40 Uhr passierte. Der Hochgebirgszug der Bundeswehr, der in unmittelbarer Nähe eine Übung absolvierte, beobachtete den Absturz. Einige Soldaten machten sich sofort auf den Weg zu dem Schwerverletzten und brachten ihn zurück auf den Jägersteig.

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Die weitere Rettungsaktion gestaltete sich wegen des dichten Nebels schwierig. »Die Sichtweite betrug teilweise unter zehn Meter«, erzählt Markus Leitner, Sprecher der Bergwacht im Landkreis Berchtesgadener Land; er stieg zusammen mit mehreren Bergwacht-Kollegen zu dem Abgestürzten auf, da wegen des Wetters eine Rettung mit dem Hubschrauber zeitweise unmöglich erschien.

Doch dann riss die Wolkendecke zweimal kurz auf: Beim ersten Mal setzte »Christoph 14« per Rettungstau einen Notarzt und einen Bergretter bei dem Schwerverletzten ab, beim zweiten Mal gelang es, den Abgestürzten per Rettungstau in den Helikopter zu holen. Der Rettungseinsatz dauerte fast drei Stunden. »Der Patient war beim Abtransport stabil und ansprechbar«, so Leitner. Sein Fazit: »Das hätte ganz anders ausgehen können, wenn die Bundeswehr nicht ganz in der Nähe gewesen wäre.« san