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Rettungsübung im reißenden Fluss

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Nicht nur in der Therme und in der Berchtesgadener Ache trainieren die Wasserwacht-Einsatzkräfte für den Ernstfall. Auch das Canyoning-Retten will gelernt sein. (Foto: Wasserwacht Berchtesgaden)

Berchtesgaden – Nicht nur in der Watzmann Therme trainiert die Wasserwacht Berchtesgaden Jung und Alt, auch Fließwasserübungen und Canyoning-Rettungen stehen immer wieder auf dem Programm. Für die anspruchsvolle Fließwasser-Ausbildung lässt sich Jürgen Klapfenberger seit Jahren immer wieder interessante Szenarien einfallen. Ein angenommener Kajakunfall auf der Berchtesgadener Ache stellt alle Übungsteilnehmer vor verantwortungsvolle Aufgaben.


An einem Samstag ist es dann soweit. Alle Wasserwachtler sind mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung bekleidet. Diese bietet Schutz vor der Kälte und weiteren Gefahren im Wasser. Der stärkste Schwimmer bringt ein schwimmfähiges Seil auf die andere Achenseite. Mit diesem Seil können alle weiteren Schritte zum Bau einer Tyroline, einer Art Seilrutsche, eingeleitet werden. Diese Form der Flussüberquerung lässt sogar den Transport mit einem Raft auf der doch zügig fließenden Ache zu.

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Klapfenberger hat jeden Ablauf genau im Auge und lässt trotzdem die Teilnehmer ihre eigenen Lösungen ausprobieren. »Die Sicherheit im Fließgewässer steht an erster Stelle, es gibt viele Unabwägbarkeiten. Deshalb geht jeder nur so weit, wie er es sich selbst zutraut. Wir haben auch schon bei einer Nachtübung am Seimei-Beach gemeinsam die Übung abgebrochen, da sich während der Übung die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu stark erhöht hat. Diese Grundlagen sind enorm wichtig, hier können die jungen Wasserretter das Geübte auch bei einem geplanten Raftausflug in die Tat umsetzen.«

Christl Wagner, auch jahrelang für die Fließwasserausbildung zuständig, ist froh über das Engagement ihres Kollegen: »Gut, dass Jürgen im Thema Fließwasser sein Steckenpferd gefunden hat. Mittlerweile nimmt die Arbeit rund um die Tauchgruppe sehr viel Zeit in Anspruch, dass beide Bereiche nicht mehr planbar wären.«

Die Rettungstaucher der Wasserwacht haben alle eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen. Jeden Mittwoch werden Tauchgänge am Königssee durchgeführt, auch spezielle Übungen am Hintersee wie Nachttauchgänge oder Eistauchübungen müssen dokumentiert werden. Die vielen Arbeitsbereiche rund um die Ausrüstung sind auf Christl Wagner, Harti Laube und Christoph Golser verteilt. fb

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