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Rohre für mehr Sicherheit

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Ausreichend für den Ernstfall: Das neuverlegte Rohr hat einen 40 Zentimeter größeren Durchmesser als das Alte. Fotos: Privat
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Die Bauarbeiten am Bergbach verlaufen wie geplant.

Berchtesgaden – Die Hochwasserschutzmaßnahmen für den Bergbach am Mieslötzweg sind im vollen Gange. Nachdem das Projekt ursprünglich für Ende des letzten Jahres geplant war, erfolgte der langersehnte Baubeginn dann vor wenigen Wochen. Die Anlieger und Marktbaumeister Peter Hasenknopf zeigen sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Bis Mitte Juni soll alles fertiggestellt werden.


Das Jahrhundert-Hochwasser 2013 hinterließ beim Bergbach am Mieslötzweg noch lange seine Spuren. Sand, Staub sowie zerstörte Zufahrtsstraßen und Fußwege bereiteten den Anliegern lange Zeit Probleme. Viele Anlieger fühlten sich nicht ernst genommen und wegen der Ungewissheit wuchs der Zorn. Vor allem dem Wasserwirtschaftsamt warf man fehlende Kooperationsbereitschaft vor. Doch mittlerweile ist alles auf dem besten Weg.

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Nach dem Baubeschluss im Oktober letzten Jahres mussten die Arbeiten auf den Frühling 2014 verschoben werden, da es nicht möglich war, eine geeignete Baufirma ausfindig zu machen. Vor wenigen Wochen erfolgte dann nach langem Warten der Startschuss für die Umbauarbeiten. Dabei wird das Einlaufbauwerk erneuert und Rohre, Kabel sowie Wasserleitungen werden neu verlegt.

Das bisherige Entlastungsrohr des Baches war mit einem Durchmesser von einem Meter zu gering. Holzstücke verkeilten sich beim Unwetter und die gewaltigen Mengen an Wasser schossen auf die Straße und zerstörten Asphaltdecke samt Unterbau. Deshalb wurde es jetzt mit einem 1,4 Meter-Rohr ersetzt. »Dieser Durchmesser wurde für den Abfluss eines Jahrhundert-Hochwassers berechnet und ist ausreichend«, erklärt Marktbaumeister Peter Hasenknopf. Denn es sei die Aufgabe der Gemeinde, die Bürger für 100-jährige Ereignisse zu schützen.

Die Baukosten von ca. 750 000 Euro übernimmt zum Großteil der Freistaat Bayern und der Rest wird durch Unwetterfonds finanziert. Geplant war zuerst eine Kostenübernahme durch das Wasserwirtschaftsamt. »Beim Wasserwirtschaftsamt hätte es fünf bis zehn Jahre gedauert, da es auf deren Prioritätenliste ganz unten steht«, berichtet der Martkbaumeister.

Ab dem 19. Mai soll mit dem insgesamt dreiwöchigen Straßenbau begonnen werden. »Es werden nicht nur die Straße selbst, sondern auch Einfahrten in Privatgrundstücke und Böschungsmauern neu errichtet«, sagt Hasenknopf. Bis Mitte Juni sollen die Bauarbeiten vollständig fertiggestellt werden. Beni Scheidsach