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Rudi Fendt bleibt im Amt

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Das Führungsteam der Bergwacht Ramsau (v.l.): Wolfgang Palzer (bisheriger stellvertretender Bereitschaftsleiter), Thomas Meeß (neuer Stellvertreter), Bereitschaftsleiter Rudi Fendt, Josef Niedermayer (Revisor), Markus Gröll (Assistent der Bereitschaftsleitung). Foto: privat

Ramsau (A.R.) - Die Bergwacht Ramsau hat in ihrer Jahreshauptversammlung Rudi Fendt im Amt des Bereitschaftsleiters bestätigt. Zu seinem Nachfolger wurde Thomas Meeß gewählt. Sein Vorgänger, Wolfgang Palzer, hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt.


Neu ist ab dieser Wahlperiode, dass die Bereitschaftsleitung von einem Assistenten unterstützt wird. Auf diesen Posten wurde Markus Gröll gewählt. Die immer umfangreicher und vielfältiger werdenden Aufgaben in der Organisation und Verwaltung der Bereitschaft erfordert neben dem eigentlichen Rettungsdienst zusätzlich viel Zeit.

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Laut Wahlordnung müssen auch zwei Kassenprüfer gewählt werden. Diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen weiterhin in bewährter Weise Sepp Niedermayer und Franz Palzer. Daneben gibt es viele Spezialdienste wie zum Beispiel Kassier, Schriftführer, Ausbilder oder Fahrzeug- und Gerätewarte. Die dafür zuständigen Personen werden durch die Bereitschaftsleitung ernannt; eine förmliche Wahl findet nicht statt.

Der neue (und alte) Bereitschaftsleiter Rudi Fendt erinnerte in seinem Bericht über das vergangene Einsatzjahr noch an die wichtigsten Einsätze wie beispielsweise die Rettung der fünf erschöpften Bergsteiger vom Watzmanngrat Anfang Oktober. Dieser Einsatz zeigte einmal mehr, dass nach wie vor eine gute Kondition und alpine Erfahrung die wichtigsten Grundvoraussetzungen für den Bergwachdienst sind. Bei widrigstem Wetter, Schneefall, Sturm und völliger Dunkelheit stößt die Rettung aus der Luft schnell an ihre Grenzen; hier ist wieder der körperliche Einsatz eines jeden gefordert.

Die Bergwacht musste insgesamt 95 Mal ausrücken um Verunglückten zu helfen, Menschen aus Bergnot zu retten oder auch tödlich Verunglückte zu bergen. Derzeit gehören der Bereitschaft insgesamt 45 aktive Mitglieder an. Die 95 Einsätze mit insgesamt 1 854 Einsatzstunden des Jahres 2012 gliedern sich wie folgt: Bergsteigen (61), Wandern (8), Klettern (2), Bergradeln (1), Skitouren (7), Skipisten (5), Rodeln (4), Sonstiges (7). Die meisten Unfälle ereignen sich laut Statistik an Wochenenden zwischen 13.00 und 16.00 Uhr. Insgesamt 48-mal wurde die Bergwacht durch den Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein, dem Rettungshubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg, von der Bayerischen Polizei sowie von der Bundespolizei unterstützt.

Damit diese Einsätze reibungslos vonstattengehen, ist die laufende Schulung äußerst wichtig. Viele Ausbildungsstunden wurden deshalb im Ausbildungszentrum der Bayerischen Bergwacht in Bad Tölz absolviert. Einsatzübungen für den Sommer- und Winterrettungsdienst, theoretische Ausbildungen und Unterricht bieten die Gewähr dafür, dass die Bergwachtangehörigen ihren verantwortungsvollen und mitunter auch gefährlichen Dienst am Nächsten bestmöglich erbringen können.

Die finanziellen Verhältnisse der Bereitschaft sind zufriedenstellend. Zum Beispiel Versicherung, Betriebsmittel für Fahrzeuge, die laufende Reparatur und die Ersatzbeschaffung der Spezialgeräte erfordern einen erheblichen finanziellen Aufwand.