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Rückläufige Straftaten, dafür mehr Verkehrsunfälle

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Günther Adolph, Chef der Polizeiinspektion Berchtesgaden, präsentierte am Mittwoch den Sicherheitsbericht für das vergangene Jahr. 813 Straftaten zählten die Beamten. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden – Leicht gesunken ist die Gesamtzahl der Straftaten im südlichen Landkreis. Das geht aus dem Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Berchtesgaden hervor, der dem »Berchtesgadener Anzeiger« vorliegt. Neben der Gesamtzahl der Straftaten sind auch die Rauschgiftdelikte stark rückläufig. Auch waren weniger Diebe im vergangenen Jahr unterwegs.


Die Polizeiinspektion Berchtesgaden musste im vergangenen Jahr 813 Straftaten (2012: 895) bearbeiten. Die Aufklärungsquote bei den bekannt gewordenen Straftaten betrug 59,5 Prozent (67,5 Prozent).

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Diebstähle

Auch bei den Diebstählen zeigt sich eine rückläufige Entwicklung: 239 (256) Diebstähle wurden bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden gemeldet. Ladendiebstähle gingen auf 46 (55) Fälle zurück. Ein Wohnungseinbruch (0) wurde bearbeitet. Deutlich häufiger schlugen Langfinger hingegen bei Rädern zu: Die Anzahl der Fahrraddiebstähle stieg auf 34 Fälle (13).

Betrugsdelikte

Die Straftaten im Bereich der Betrugsdelikte gingen von 81 Delikten auf 63 zurück. Keinen Rückgang verzeichnet die Polizeiinspektion bei Sachbeschädigungen 146 (146). In 53 (54) Fällen wurden Kraftfahrzeuge beschädigt.

Die meist unbekannt gebliebenen Rowdys ließen ihre Zerstörungswut vor allem an Blumenkästen, Straßenlaternen, Parkbänken, Hauswänden und geparkten Kraftfahrzeugen aus. Wegen oft fehlender Ermittlungsansätze oder konkreter Zeugenaussagen liegt die Aufklärungsquote lediglich bei 24 Prozent (37).

Bei den Rauschgiftstraftaten fielen die Zahlen deutlich, von 86 auf 36 Delikte. Die Aufklärungsquote liegt bei 100 Prozent.

Sexualdelikte

Eine versuchte Vergewaltigung, Missbrauch von Kindern, exhibitionistische Handlungen: Ermittlungen im Bereich der Sexualdelikte wurden in 12 (11) Fällen geführt, wie Polizeichef Günther Adolph im Gespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« bestätigt.

Die Häufigkeitszahl betrug im bayerischen Landesdurchschnitt 50,7 (49,7) und weist die geringste Zahl aller Bundesländer auf. Die Häufigkeitszahl bezeichnet die Anzahl der polizeilich erfassten Fälle pro 1 000 Einwohner.

Im vergangenen Jahr mussten 6 (6) tödliche Unfälle im Alpinbereich bearbeitet werden.

Verkehrsunfälle

Die Polizeiinspektion zählte 651 (624) Unfälle, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Wie im Vorjahr verloren drei Menschen bei Unfällen ihr Leben. Bei 140 (122) Unfällen wurden 80 (52) schwer- und 113 (107) Menschen leicht verletzt.

Es ereigneten sich auf den Straßen im Talkessel 10 (11) Alkoholunfälle, bei denen zehn Personen verletzt wurden. Bei zwei Schulwegunfällen wurden vier Schüler verletzt. 65 Wildunfälle bearbeitete die Polizei. Bei 152 Unfällen mit Unfallflucht konnte in 52 Fällen der Flüchtige ermittelt werden. ga/kp