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»Rufbus Berchtesgaden« fährt ab sofort

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Das Gemeinschaftsprojekt »Rufbus« hat gestern seinen Betrieb aufgenommen. Allzeit gute Fahrt wünschten (v.l.): Birgit Gschoßmann vom Tourismusverein Ramsau, Jürgen Lefevre von der Tourist-Info Berchtesgaden, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber, Andreas Datz vom RVO, Zweiter Bürgermeister von Berchtesgaden Bartl Mittner, TRBK-Geschäftsleiter Michael Wendl und Irmi Aschauer von der Tourist-Info Bischofswiesen. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Der neue Service »Rufbus Berchtesgaden« hat gestern seinen Betrieb in den Gemeinden Bischofswiesen, Berchtesgaden und Ramsau aufgenommen. Der Kleinbus mit einer Kapazität von acht Fahrgästen dient als schon lange gewünschte Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Am Montagvormittag startete der Rufbus vor dem Rathaus in Bischofswiesen mit allen Beteiligten des Projekts zu seiner ersten Fahrt.


Durch das Prinzip »Günstiger als ein Bus und so flexibel wie ein Taxi« sollen von dem Angebot nicht nur abgelegen wohnende Urlaubsgäste profitieren, sondern auch die Einheimischen. Im Einsatz ist der Rufbus je nach Anforderung unter der Woche von 6 bis 21 Uhr und an den Wochenenden zwischen 8 und 19 Uhr.

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Wer mit dem Rufbus gefahren werden möchte, ruft mindestens zwei Stunden vor der geplanten Abholung die Telefonnummer 08684/9686390 an. Nach einer Bestätigung oder einem Rückruf der Zentrale wird der Fahrgast an der mit dem Rufbus-Symbol gekennzeichneten Haltestelle abgeholt und auf dem schnellsten Weg zur Zielhaltestelle gefahren. Eine Abrechnung erfolgt nach dem Wabenprinzip. Jede angefahrene Wabe kostet einen Euro, die Servicepauschale einen weiteren Euro. Schwerbehinderte mit Ausweis bezahlen nur die Servicepauschale, Kinder unter sechs Jahren in Begleitung fahren kostenlos. Kinder von fünf bis 15 Jahren fahren zum halben Preis.

Das Projekt Rufbus wird bis Ende 2016 vom Freistaat Bayern, respektive dem Landkreis Berchtesgadener Land gefördert. Die Gemeinden Bischofswiesen, Ramsau und Berchtesgaden unterstützen das Projekt. Es soll in den nächsten Jahren auch auf die anderen Gemeinden im südlichen Landkreis ausgedehnt werden.

Projektleiter Bürgermeister Thomas Weber aus Bischofswiesen dankte allen Beteiligten, darunter Niederlassungsleiter Ost Andreas Datz von der RVO, ohne den das Gemeinschaftsmodell nicht durchführbar gewesen wäre. Auch Datz zeigte sich erfreut über die neue Errungenschaft, nachdem im Raum Rosenheim bereits drei und im Landkreis Traunstein zwei Rufbusse erfolgreich im Einsatz sind. »In der Region Berchtesgaden erfährt das Modell zudem großen touristischen Nutzen«, sagte Andreas Datz. Die nicht gedeckten Kosten für den Einsatz des Rufbusses teilen sich die drei beteiligten Gemeinden untereinander auf.

Die beiden Pfarrer Bernhard Bielasik und Peter Schulz erteilten dem neuen »RufBus« gestern in einer ökumenischen Zeremonie den kirchlichen Segen. Christian Wechslinger