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Sakrament der Ordination für Pater Benedikt

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Während Pater Benedikt vor dem Hochaltar lag, wurden alle Heiligen des Himmels angerufen.. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg legt dem Weihekandidaten Paul Resch die Hände auf.

Seitenstetten/Ramsau – Im niederösterreichischen Stift Seitenstetten hatte am Himmelfahrtstag ein Ramsauer seinen großen Tag. Paul Resch, der sich als Pater den Namen Benedikt gegeben hatte, wurde vom Münchner Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg zum Priester geweiht. Er erhielt damit das Sakrament der Ordination


600 Gläubige nahmen daran teil, unter ihnen Eltern und Verwandte Reschs, sowie aus Berchtesgaden Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, Pfarrer Herwig Hoffmann, Pater Benno Skwara, Kaplan Josef Rauffer, Pater Josef Stöckl, Gemeindereferentin Gabriele Hartmann, Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Herbert Gschoßmann. Auch ein mit 50 Personen, Pfarrgemeinderäten, Mesner, Verwandten und Freunden voll besetzter Bus ist aus Ramsau angereist. Die Ramsauer kamen nicht mit leeren Händen, denn der Bus hatte zuvor noch einen Stopp beim Berchtesgadener Hofbrauhaus gemacht. Vier 30-Liter-Fässer Bier wurden aufgeladen.

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Die Festmesse, bei der die Schubert-Messe in C Dur gespielt wurde, begann um 14  Uhr mit dem Einzug der Geistlichen. Ein Grußwort gab es zunächst von Abt Petrus Pilsinger. Der bat Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg nun, Pater Benedikt zum Priester zu weihen. Pater Benedikt legte sein Weiheversprechen ab. »Hüte dich vor Überheblichkeit und Stolz«, mahnte der Bischof in seiner Predigt. Pater Benedikt streckte sich flach auf den Boden vor dem Hochaltar und es wurden alle Heiligen des Himmels als Fürsprecher angerufen. Nach der Allerheiligenlitanei richtete sich der Weihekandidat auf und der Bischof legte ihm beide Hände auf das Haupt. Anschließend traten alle anwesenden Priester vor den neu Geweihten, um ihm die Hände auf das Haupt zu legen.

Abt Petrus kleidete Pater Benedikt schließlich mit den priesterlichen Gewändern ein und salbte die Handinnenflächen des Geweihten. Danach bekam Pater Benedikt vom Bischof zum Zeichen der Übertragung der Wandlungsgewalt in die soeben gesalbten Priesterhände den Kelch mit Wein und die Patene mit einer Hostie. Man feierte die Eucharistie und zum Schluss spendete Pater Benedikt zum ersten Mal den Primizsegen.

Alle wurden anschließend zum Feiern in die Klosterräume eingeladen, bevor es um 18 Uhr zu einer Dankandacht noch mal in die Kirche ging und der Einzelprimizsegen empfangen werden konnte. Am Pfingstmontag wird in der Ramsau die Heimatprimiz gefeiert. Bernhard Stanggassinger