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Salzburger stürzt am Untersberg tödlich ab

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Marktschellenberg – Wanderer fanden am Samstag gegen 16.30 Uhr in der Weißbachschlucht im Bereich Kienbergalm auf der Südseite des Untersbergs einen tödlich abgestürzten 54-jährigen Salzburger. Der Alleingeher war am Nachmittag von Marktschellenberg zur Toni-Lenz-Hütte aufgebrochen. Auf einem schmalen Steig verlor er den Halt und stürzte rund 25 Meter tief ins Bachbett, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.


Die sofort alarmierte Bergwacht Marktschellenberg, darunter der Bergwacht-Notarzt, rückte mit einem All-Terrain-Vehicle (ATV) und ihrem Rettungsfahrzeug in Richtung Unfallstelle aus, konnte aber nichts mehr für den tödlich Verunglückten tun. Der Verstorbene wurde von der Bergwacht zusammen mit zwei Polizeibergführern geborgen und ins Tal gebracht. Der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes betreute die Angehörigen.

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Nahezu zeitgleich gingen am Samstagnachmittag kurz nach 14.30 Uhr zwei Notrufe für die Reichenhaller Bergwacht ein: Auf der Terrasse des Predigtstuhlhotels brauchte eine 74-jährige Urlauberin aus Mittelfranken mit einer schweren Schulterverletzung Hilfe. Der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes fuhr zusammen mit dem Reichenhaller Notarzt per Seilbahn zur Bergstation, versorgte die Frau und brachte sie ins Tal zum Rettungswagen. Sie wurde anschließend in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert.

Währenddessen meldeten mehrere Wanderer vom Hochstaufen, dass im oberen Drittel des Bartlmahdwegs ein Mann über ein Geröllfeld abgestürzt sei; weitere Details waren nicht bekannt. Die Besatzung des alarmierten Traunsteiner Rettungshubschraubers »Christoph 14« versuchte die genaue Unfallstelle bei einem ersten Suchflug zu finden, wurde aber von den Leuten am Berg nicht eindeutig eingewiesen. Der Pilot ließ dann den Notarzt im Schwebeflug aussteigen, der die aufsteigenden Wanderer befragte, die alle keinen Absturz bestätigen konnten. Kurz darauf meldete sich ein betrunkener Mann per Handy in der Leitstelle, dass er vermutlich der Gesuchte sei, aber eigentlich nur eine Abkürzung über das Geröllfeld genommen habe und keine Hilfe brauche. »Christoph 14« nahm daraufhin wieder seinen Notarzt auf und flog zurück nach Traunstein. Bei dem Betrunkenen war in der Zwischenzeit ein Reichenhaller Bergwachtmann eingetroffen, der privat am Hochstaufen unterwegs war und auf den Einsatz aufmerksam geworden war. Der Mann hatte mehrere Schürfwunden und konnte nicht mehr sicher absteigen, verweigerte aber zunächst jede Hilfe. Schließlich ging ihm die Polizei entgegen, damit der Mann trotz seines Rausches sicher ins Tal kam.

Gegen 19.15 Uhr meldeten sich Wanderer vom Hohen Göll, die gerade durch das Alpeltal abstiegen, aber den Steig nicht mehr finden konnten, da sie keine Stirnlampen dabeihatten. Die alarmierte Bergwacht Berchtesgaden stieg zu Fuß zu den Leuten auf und führte sie sicher ins Tal zurück. ml