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Schiff ahoi beim Drei-Seen-Wochenende

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Nein, dieses Boot ist nicht undicht, sondern hat eingebaute Wasserwerfer. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Auf Einladung der IG Schiffsmodellbau Berchtesgadener Land kamen Modellbauer aus Bayern und Österreich jetzt erneut zusammen. Unter dem Titel »Drei-Seen-Wochenende« begannen die Vorplanungen.


Am Freitag war es soweit. Erster Treffpunkt war nachmittags am Hintersee. Eine noch kleine Gruppe von Schiffsmodellbauern führte ihre Modelle im glasklaren und wunderbar ruhigen Wasser des Sees vor. Zeitweise kam eine leichte Brise auf, die von den Besitzern zweier eleganter Segelboote gekonnt ausgenutzt wurde.

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Am Samstag wuchs die Mannschaft stark an. Diesmal wechselte man zum Thumsee. Beim Seewirt fanden die Schifferlfahrer den ganzen Tag beste Voraussetzungen zum Ausstellen und Fahren ihrer Modelle. Im Gegensatz zum leicht bewölkten Vortag schenkte Petrus sowohl den Akteuren als auch den vielen Gästen und Zuschauern einen klassischen Altweibersommertag.

Am Sonntag bot der Königssee mit seiner einmaligen Kulisse die Bühne für die kleinen und großen Schiffsmodelle. Am Morgen blies noch ein kräftiger und ziemlich kühler Wind über das Wasser. Der dadurch entstandene Seegang forderte so manches kleine Boot kräftig heraus. Am Ufer entlang des Parkplatzes beim Echostüberl waren die Modelle auf einer langen Reihe von Biertischen – mit marineblauem Samt überzogen – ausgestellt. Viele Besucher nahmen sich die Zeit zum intensiven Anschauen und Fotografieren der unterschiedlichen Schiffstypen. Gegen Mittag schlief der Wind langsam ein, wodurch die Wasseroberfläche weniger »kabbelig« wurde. Das gab den Modellkapitänen der besonders leichten und zierlichen Boote die Chance, diese nun ausgiebig auf dem Wasser in Aktion zu zeigen. Das war auch der richtige Zeitpunkt, um das Fahrgastschiff »Hoher Göll« ins Wasser zu setzen. Es handelt sich um den exakten Nachbau eines ehemaligen Bootes der Königsee-Schifffahrt, das jahrelang im Gastraum des Echostüberl unter der Decke hing. Ende des vergangenen Jahres übernahm Peter Mistlbacher von der IG Schiffsmodellbau den Auftrag, diesen Leckerbissen der Modellbaukunst wieder herzurichten und fahrbereit zu machen. Die erste Probefahrt des 1,80 Meter langen Modells mit einem Gewicht von 32 kg im Rahmen des diesjährigen Treffens verlief erfolgreich. Die Taufe des Modells steht im Oktober an. fb