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Schlechter September drückt Tourismusbilanz

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So schön war es im September selten, das wirkt sich auch auf die Tourismusbilanz für den Monat aus. (Foto: BGLT)

Berchtesgadener Land – So trist wie das Wetter an vielen Tagen im September war, so schlecht fällt heuer auch die Tourismusstatistik für diesen Monat aus. Um 5,55 Prozent weniger Urlauber als im Vorjahresmonat kamen in diesem September in die fünf Gemeinden der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK), der Übernachtungsrückgang beträgt sogar 8,69 Prozent. Nicht so schlecht sieht dagegen die bisherige Gesamtbilanz des laufenden Jahres aus. Das Übernachtungsminus liegt von Januar bis September bei 1,28 Prozent, bei den Gästeankünften konnte man sogar um 2,69 Prozent zulegen.


Das laufende Tourismusjahr ist geprägt von einem laufenden Auf und Ab. Die Monatsbilanzen fallen stark unterschiedlich aus, was zum Teil an den Ferien, zum Teil am Wetter liegt. Im großen und ganzen orientieren sich die Gäste- und Übernachtungszahlen des laufenden Jahres aber an denen des Vorjahres, bei den Ankünften liegt man etwas darüber, bei den Übernachtungen leicht darunter.

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Ähnlich sieht es auch bei den einzelnen TRBK-Gemeinden aus, die im September allerdings durchwegs Rückgänge bei Gästen und Übernachtungen verbuchten. In Berchtesgaden lag das Minus bei den Gästen bei 3,03 Prozent, die Übernachtungen reduzierten sich um 4,79 Prozent.

In Bischofswiesen konnte man 3,31 Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat begrüßen. Bei den Übernachtungen musste man gar einen Rückgang um 10,18 Prozent verkraften.

Im Trend lag auch die Gemeinde Schönau am Königssee. Dort zählte man 6,07 Prozent weniger Gäste und 6,51 Prozent weniger Übernachtungen.

Arg getroffen hat es im September vor allem die kleinen Tourismusgemeinden Marktschellenberg und Ramsau. In Marktschellenberg gingen die Gästeankünfte um 9,22 Prozent zurück, bei den Übernachtungen lag man um 11,92 Prozent unter der Vorjahreszahl. Noch schlechter lief es in Ramsau. Das Bergsteigerdorf musste bei den Gästen einen Rückgang von 11,27 Prozent und bei den Übernachtungen sogar ein Minus von 17,94 Prozent hinnehmen. Immerhin macht der »goldene Oktober« aktuell seinem Namen alle Ehre. Da könnte die Tourismuskurve schnell wieder ansteigen. Ulli Kastner