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Bundespolizei bringt Iraker hinter Gitter

Schleuser ohne Führerschein: Mit "unsicherer Fahrweise" über die Grenze

Foto: dpa/Matthias Balk

Bad Reichenhall – Bundespolizisten haben am Samstag einen irakischen Schleuser in die Reichenhaller Haftanstalt eingeliefert. Der 20-Jährige ohne Führerschein hatte 1800 Euro für die Schleusung von vier Syrern versprochen bekommen. Seine Fahrt endete in der Kontrollstelle auf der A8.


Ersten Ermittlungen zufolge waren die Syrer in Wien an den jungen Fahrer vermittelt worden. Dabei wurden laut Angaben der Syrer 450 Euro pro Person einkassiert. Diese sollten dem Iraker nach Ankunft in München überwiesen werden. Dass er noch nie einen Führerschein besessen hatte, hielt den Mann offenbar nicht von seiner Tour ab. Nach Aussage der Geschleusten, legte er zwar eine ungeübte und unsichere Fahrweise an den Tag, gelangte aber offenbar ohne Unfälle bis zur Kontrollstelle. Das Auto für die Fahrt nach München hatte der Iraker von einem Freund ausgeliehen. Zurückgeben wollte er es laut eigenen Angaben allerdings nicht. Da ihm die Asylgesetze in Österreich zu streng seien, wollte der 20-Jährige selbst sein Glück in Deutschland zu versuchen. Das geliehene Auto wollte er einfach irgendwo in München stehen lassen.

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Aus diesem Vorhaben wurde nichts. Die Bundespolizisten lieferten den törichten Mann nach Vorführung beim Richter zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Die Geschleusten stellten ein Schutzersuchen und wurden an die zuständige Anlaufstelle weitergeleitet. fb