weather-image

Schnapsei, Suppe und Petrus

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Der Bodner-Moisi bewachte das Feuer. Fotos: Anzeiger/B. Stanggassinger
Bildtext einblenden
Bürgermeister Stefan Kurz eröffnete den Adventsmarkt.
Bildtext einblenden
Mit freundlichen Grüßen: von der Kindertagesstätte selbst gebastelte Weihnachtskarten.
Bildtext einblenden
Würstl vom Evangelischen Gemeindeaufbauverein.
Bildtext einblenden
Der heilige Petrus und seine Engerl holten die Briefe von den Kindern ab.

Schönau am Königssee - Viel los war beim Untersteiner Adventsmarkt »Zwischen Kirchturm und Hanauerstein« am Wochenende. Der »Anzeiger«-Fotograf hat sich hinaus in die Kälte gewagt und die schönsten Impressionen im Bild festgehalten.


Nach einer kurzen musikalischen Einstimmung durch die Saugschlauchmusi begrüßte Bürgermeister Stefan Kurz am Samstagnachmittag die Standlbetreiber. Ein besonderer Gruß galt Pater Benno Skwara und dem neuen Pfarradministrator Pater Lucjan Banko.

Anzeige

Der Besucherandrang hielt sich am Samstag in Grenzen, die Standlbetreiber hätten sich mehr gewünscht. Am Stand des GTEV D'Funtenseer gab es unter anderem den neuen Kalender der Trachtenvereinigung, eine Weinflasche geschmückt mit einem Berchtesgadener Bindl und viele andere originelle Weihnachtsgeschenke. Viel Selbstgebasteltes konnte man in der Verkaufshütte bei der Kindertagesstätte erwerben. Sie hatten auch im Haus des Gastes eine Bastelwerkstatt für Kinder eingerichtet. Hier fertigten die Kleinen unter Anleitung Weihnachtskarten.

Ein verführerischer Duft stieg den Besuchern aus der Würstelbraterei des Evangelischen Gemeindeaufbauvereins in die Nase. Und Suppe, Bier und Schnapsei verkauften die Schönauer und Königsseer Weihnachtsschützen. Aufwärmen konnte man sich auch bei einem Stand des Reit- und Fahrvereines, der zusammen mit den Schönauer Sportschützen Glühwein verkaufte. Eine offene Feuerstelle vor ihrem Stand hatte der Bodner-Moisi unter Kontrolle.

Die Musiker der Freiwilligen Feuerwehr Königssee spielten nicht nur, sie hatten auch einen Verkaufsstand, genauso wie der WSV Königssee, der Obst- und Gartenbauverein Königssee, die Königsseer und Schönauer Bäuerinnen und die Ministranten von Unterstein.

Mit einem Pferdeschlittengespann kam der heilige Petrus mit vier kleinen Engerln an. Er stellte sich kurz als Himmelspförtner vor, indem er seine Schlüssel zeigte. Er sei auch Himmelsposthalter und deswegen habe ihn das Christkind nach Unterstein geschickt, um die Briefe der Schönauer und Königsseer Kinder einzusammeln. Seine Begleiter, die Engerl Anna, Antonia, Mia und Elisabeth nahmen fleißig Briefe entgegen und verteilten ein paar Süßigkeiten. Petrus versprach, dass jeder Brief beantwortet wird. Dann fuhren sie mit der Pferdekutsche wieder weg.

Die Bevölkerung hatte mehr Interesse an den kulinarischen Köstlichkeiten als an den religiösen Veranstaltungen. So war die Kirche in Unterstein während des Rorate am Abend nur zur Hälfte gefüllt und auch der Saal zur Lesung der »Heiligen Nacht« war fast leer. 150 Sitzplätze wären in dem festlich geschmückten Saal zur Verfügung gestanden, jedoch kam nur ein Dutzend Zuhörer. Wolfgang Aschauer, der Vorstand der Schönauer Weihnachtsschützen, begrüßte die wenigen Besucher. Er dankte dem Vortragenden, Bernhard Lochner, und den Hochalm-Dirndln für die musikalische Gestaltung der Feier.

Am Sonntag kamen wesentlich mehr Besucher auf den Adventsmarkt. Die Veranstalter waren rundum zufrieden. B.St.