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Schnelles Internet kommt zu langsam

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Megabits für die Gern: Mit einiger Verspätung bekommt Berchtesgaden derzeit das schnelle Internet. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Er ist seit Monaten genervt. Und es wird immer schlimmer. Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp übt scharfe Kritik an der Telekom. Der Grund: Der vertraglich vereinbarte Breitbandausbau, also die Versorgung der Marktgemeinde mit dem sogenannten schnellen Internet, zieht und zieht sich. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.


Eigentlich sollte Berchtesgaden seit August mit dem schnellen Internet versorgt sein. Noch im Juli sei das – auf Nachfrage der Marktverwaltung – auch bestätigt worden. »Doch die Telekom hat uns im Stich gelassen«, ärgert sich Rasp. »Ich bin davon ausgegangen, dass der Vertrag eingehalten wird. Aber das ist überhaupt nicht der Fall.«

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Derzeit wird in Maria Gern gegraben und gespleißt. Doch weder für dort noch für die Buchenhöhe gibt es einen Fertigstellungstermin. Abgeschlossen ist inzwischen der Salzberg. Obergern, Sattel und Gmerk befinden sich in der Ausschreibungsphase.

Franz Rasp zeigt durchaus Verständnis dafür, dass die Telekom keine Fachfirmen für die Bauarbeiten findet. Nicht verstehen kann er allerdings die Kommunikation des Unternehmens. »Wir brauchen verlässliche Termine«, so der Bürgermeister. Zum Beispiel wegen der Vermieter, die teilweise schon in ihren Prospekten mit WLAN in ihren Ferienwohnungen oder Zimmern werben beziehungsweise das tun wollen. »Denn ohne freies WLAN kann man heute nichts mehr vermieten«, weiß Rasp.

Aber was tun? »Den Vertrag mit der Telekom zu kündigen, ist keine Option«, stellt Rasp klar. Denn erstens seien die Konditionen günstig. Und zweitens wäre dann die Frage, wer die Maßnahme sonst abschließen könnte. Christian Fischer