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Schönauer wird Vize-Weltmeister

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Die Fans von Johannes Lochner gaben alles beim Anfeuern in Innsbruck. (Foto: privat)

Innsbruck – Durch blendende Startzeiten und gute Fahrten sicherten sich die zwei deutschen Bobs von Francesco Friedrich und dem Schönauer Johannes Lochner Gold und Silber bei den Zweierbob-Weltmeisterschaften in Innsbruck/Igls.


Kam der Vizeweltmeistertitel im vergangenen Jahr für Johannes Lochner doch einigermaßen überraschend, so rechnete sich der Pilot des BC Stuttgart Solitude in Innsbruck nach dem ersten Tag wohl doch etwas mehr aus.

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Lochner führte durch Topstartzeiten mit Anschieber Joshua Blum nach zwei Läufen sogar mit 15/100 Sekunden Vorsprung auf Friedrich die Rangfolge an. Doch in den Läufern drei und vier am Sonntag bewies Friedrich eiserne Nerven, während Lochner einmal patzte. Mit Laufbestzeit im dritten Lauf zog Friedrich mit Lochner gleich und nahm dem Untersteiner im entscheidenden vierten Rennlauf noch 17/100 Sekunden ab.

Für Lochner war es nach der Überraschung 2015 in Winterberg der zweite Vizeweltmeister-Titel in Folge. Der Erfolg des Untersteines ist umso bemerkenswerter, als Lochner die ganze Saison über nur im Europacup eingesetzt war und sich das Startrecht für die WM erst durch seine Titel bei den Weltmeisterschaften der Junioren sicherte.

Doch so schön ein Platz auf dem Siegerpodium auch ist, eine gewisse Enttäuschung war den Vizeweltmeistern anzumerken. Grund für den am Ende deutlichen Rückstand war ein Fahrfehler von Lochner aus der Kurve neun. Da konnte Lochner sogar froh sein, nicht noch hinter den Schweizer Beat Hefti zurückgefallen zu sein, der Dritter wurde. »Wenn ich den Fehler nicht gemacht hätte, wäre es wohl enger geworden«, bedauerte Lochner. In Jubellaune war dagegen Bundestrainer Christoph Langen, dem egal sein konnte, in welcher Reihenfolge seine Bobs siegreich ins Ziel gekommen sind. Allerdings stellte Langen auch fest, dass die deutschen Bobs nach den Topstartzeiten im weiteren Verlauf ihrer Abfahrten stets Zeit verlieren. cw