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Delikate Angelegenheit auf Altlastenverdachtsfläche – Landratsamt prüft

Schotterlager neben der B 20

Eine Fläche neben der B 20 sorgt für Aufregung: Ist der Boden kontaminiert? Foto: Anzeiger/Schüssler

Bischofswiesen – Auf einer Fläche im Bischofswieser Ortsteil Böcklweiher, direkt neben der B 20, baut die Deutsche Bahn derzeit Schotter ab und lagert diesen. UBB-Fraktionssprecher Paul Grafwallner äußerte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung besorgt über die Umweltverträglichkeit der Maßnahme.


Es sei bedenklich, wenn der Schotter, der vor seiner Verbauung auf der Autobahn erst noch gereinigt werden müsse, auf einer landwirtschaftlichen Fläche zwischengelagert werde. Bürgermeister Thomas Weber zeigte sich »irritiert« von der Maßnahme, über die die Gemeinde nicht informiert worden sei. Die beiden Vertragsparteien – der Eigentümer des Privatgrundstücks und die Deutsche Bahn, die dieses für den Abbau gepachtet hat – könnten die Sache aber unter sich ausmachen, solange das Landratsamt keine Einwände habe.

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Inzwischen ist bei Verwaltungsleiter Rupert Walch auf dessen Anfrage eine E-Mail des Landratsamtes eingegangen. In dieser teilt die Behörde mit, auf der Fläche sei Humus abgetragen und anschließend eine Folie ausgelegt worden. Das zwischengelagerte Material werde dann wiederum mit einer Folie abgedeckt. Bei dieser Vorgehensweise sei kein Schadstoffeintrag in den Boden zu erwarten. Rupert Walch erklärte, er habe das Landratsamt gebeten, die Auslegung der Folie auf der Fläche zu kontrollieren, auf diese Anfrage aber noch keine Rückmeldung erhalten.

Die Angelegenheit sei besonders delikat, da man es mit einer Altlastenverdachtsfläche zu tun habe. Man habe allerdings noch keine schriftliche Auskunft darüber, ob bereits eine Kontamination des Bodens vorliege.

Leidtragender einer Verunreinigung des Bodens und damit auch des Grundwassers wäre am Ende die Gemeinde Bischofswiesen, die am Montagvormittag nicht zu erreichen war. Markus Schüssler