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Schulterschluss zum Ausbau von Radwegen

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Nach dem Neubau des Radweges von der Gmundbrücke zur Abzweigung Stangerberg wollen Staatliches Bauamt Traunstein und Gemeinden nun weitere Radweglücken schließen. Das bekräftigten bei einem Gespräch (v.l.) Berchtesgadens 3. Bürgermeister Josef Wenig, Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber sowie Andreas Rupp vom gleichnamigen Ingenieurbüro und Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die noch vorhandenen Radweglücken im Berchtesgadener Talkessel zu schließen, haben sich das Staatliche Bauamt Traunstein und die fünf Gemeinden vorgenommen. Um mithilfe staatlicher Zuschüsse sinnvolle Projekte zu realisieren, wollen alle eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten sie am Dienstag bei einem Gespräch am neuen Kreisverkehr unterhalb des Umgehungsberges, zu dem Bauoberrat Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt in Traunstein eingeladen hatte.


200 Millionen Euro investiert das Bayerische Staatsministerium des Innern bis zum Jahr 2019 im Rahmen einer Anschubfinanzierung in den Ausbau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen. Davon profitiert auch das Berchtesgadener Land, wo das Radwegenetz vielerorts noch sehr verbesserungsbedürftig ist. So sind auch in den fünf Talkessel-Gemeinden weitere Ausbaumaßnahmen beim Radwegenetz geplant, obwohl sich diese durch die alpine Lage schwierig gestalten.

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Beim aktuellen Besprechungstermin bekundeten die Bürgermeister beziehungsweise ihre Stellvertreter aber ihre Absicht, Verbesserungen in Angriff zu nehmen, schließlich nimmt der Radverkehr nicht zuletzt durch die Verbreitung des E-Bikes immer mehr zu. Für E-Bikes spielen auch Steigungen keine so große Rolle mehr wie vor der Zeit der Elektromotorunterstützung. Maßnahmen sind entlang der Bundesstraße 305 zwischen Ramsau und Wimbachbrücke sowie zwischen Roßhofschmiede und Duftberg geplant. Neben der Bundesstraße 20 sollen 1,1 Kilometer am Struber Berg verbaut werden.

Bei dem Treffen wurde auch der zuletzt fertiggestellte Bauabschnitt mit einem kombinierten Geh- und Radweg zwischen Gmundbrücke und Abzweigung Stangerberg angesprochen und als sehr gelungen bezeichnet. Mit dieser und anderen Baumaßnahmen hatte man eine Berchtesgadener Tiefbaufirma beauftragt. Beim nächsten geplanten Straßenbau von der Gmundbrücke zum Bahnhof soll ein ebenso breiter Rad- und Gehweg entstehen wie zwischen Gmundbrücke und Stangerberg mit anschließender Fortführung bis in die Engedey.

Vor Beginn des Bauabschnitts II zwischen Gmundbrücke und Bahnhof muss jedoch noch geklärt werden, ob die Straßenführung entlang der Ache wie bisher zweispurig oder künftig doch einspurig wird. Das Staatliche Bauamt Traunstein möchte im August für eine Woche die mittlere Spur mit Pylonen sperren und so mitten in der Saison die Stau- und Verkehrslage testen. Erst danach geht man in die endgültige Planung.

»Wir Gemeinden planen beim Aus- und Weiterbau von Radwegen sinnvolle Maßnahmen, die mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein abgestimmt werden«, erklärte Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber, der volle Zustimmung seiner beiden Kollegen Josef Wenig vom Markt Berchtesgaden und Herbert Gschoßmann aus der Ramsau erhalten hat. Man möchte so schnell wie möglich die noch vorhandenen Radweglücken schließen und dabei eng zusammenarbeiten. Christian Wechslinger