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Schutz vor Steinschlag zwischen Karlstein und Thumsee

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Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Bad Reichenhall – An der Staatsstraße 2101 unterhalb der Pankrazkirche werden ab kommendem Montag dringend notwendige Arbeiten zum Schutz vor Steinsteinschlägen und Felsstürzen durchgeführt. Währenddessen müssen Verkehrsteilnehmer an der Thumseestraße mit Behinderungen rechnen.


Der Pankrazberg westlich von Karlstein birgt aufgrund seiner geologischen und topografischen Beschaffenheit ein hohes Potenzial an Geogefahren. In diesem Bereich sind mehrere Felsstürze aus den letzten Jahren bekannt. Die jüngsten Steinschlag- und Felssturzereignisse in der näheren Umgebung bei Karlstein und die dadurch entstandenen Schäden verdeutlichen die hohe Gefahr in diesem Gebiet.

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Ausgelöst durch den diesjährigen starken Winter, den Ereignissen in der näheren Umgebung und aufgrund von Hinweisen des Landesamtes für Umwelt im Zusammenhang mit einem großen Felssturz am gegenüberliegenden Hang, wurde im März eine Ortsbegehung zur Beurteilung der aktuellen Gefahrenlage unterhalb der Pankrazkirche durchgeführt. Dabei stellten Geologen mehrere Felspartien fest, an denen schon bei geringen Einflüssen wie einem Sturm oder Starkregen mit Steinschlägen oder Felsstürzen zu rechnen ist.

Der vorhandene Waldbestand reicht nach den durchgeführten Berechnungen nicht mehr aus, um die südlich angrenzenden Verkehrswege, den Fahrradweg und die Staatsstraße, ausreichend vor diesen Gefahren zu schützen. Aufgrund dieser Gefährdungssituation ist das Staatliche Bauamt gezwungen, umgehend Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um die Staatsstraße und den vor allem während der Sommermonate stark frequentierten Geh- und Radweg zum Thumsee zu sichern.

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Lage des Steinschlagschutzzauns, der an der Staatsstraße 2101 errichtet werden soll. (Grafik-Daten: Bayerische Vermessungsverwaltung)

Nach Abstimmung mit den Fachbehörden wird ab Montag, den 6. Mai, mit den Arbeiten zur Errichtung eines 350 Meter langen Steinschlagschutzzaunes oberhalb des Fahrradweges begonnen. Das Staatliche Bauamt ist bestrebt, den Schutzzaun so traßennah wie möglich zu errichten und eine hohe Dimensionierung des Zauns im gesamten Abschnitt vorzunehmen. Dadurch können Einzelsicherungen und die Räumung der Felsen in den oberen Hangbereichen vermieden werden. Denn diese hätten unweigerlich massive Schäden im gesamten Schutzwald und bauliche Maßnahmen bis tief in das Gelände zur Folge.

Mit den geplanten Schutzzäunen können die Eingriffe auf den straßennahen Waldbereich reduziert und Beeinträchtigungen des gesamten Hangwaldes vermieden werden. Auf die Fällung von Einzelbäumen und Büschen entlang der straßennahen Zauntrasse kann jedoch nicht verzichtet werden.

Eine Vollsperrung der Strecke ist wegen der Bedeutung der Straße nicht vorgesehen. Um während der Bauarbeiten auch die Fahrradverbindung zum Thumsee aufrecht zu erhalten, wird der Radweg auf die Staatstraße verlegt. Die daraus resultierende einspurige Verkehrsführung auf der Straße erfolgt mittels Ampelanlage. Für die Umsetzung der Maßnahme werden voraussichtlich sieben bis acht Wochen Bauzeit benötigt. Ziel ist es, die Staatsstraße 2101 und den begleitenden Geh- und Radweg ab Ende Juni wieder uneingeschränkt für die Nutzung freizugeben.

 

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