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Schwere Fehler bei der Aufstellungsversammlung

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Ramsau – Das Ziel war in Sicht. Doch jetzt schaut es so aus, als könnten die Grünen in der Ramsau nicht in den Gemeinderat kommen. Wegen eines »fundamentalen Fehlers«, wie aus dem Wahlausschuss zu hören ist. Der Grüne Michael Drummer, Sprecher im Ortsverband Berchtesgadener Tal, zeigt sich betrübt. »Das ist alles sehr unglücklich gelaufen.« Trotzdem hat er die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.


War es das nun für Catharina Strobl? Sie wäre für die Grünen auf Platz eins der Kandidatenliste bei den Kommunalwahlen in der Ramsau gestanden. Eine »junge, selbstständige Frau«, heißt es in einer Mitteilung der Grünen, Hüttenwirtin des Wimbachschlosses, »ein bekanntes Gesicht«. Weitere junge Gesichter wie Daniel Repscher oder Simon Köppl ließen sich aufstellen. Die Grünen hatten sich für ihre erste Kandidatur im Ramsauer Gemeinderat viel vorgenommen. Couragiert wollten sie »zu kritischen Sachthemen Stellung beziehen«.

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Die Erfolgsaussichten sind nach dem aktuellen Stand der Dinge aber deutlich gesunken. Der Wahlausschuss hat im Vorfeld »erhebliche Formalitätsfehler« ausgemacht. Diese seien so eklatant, dass die Grünen zur Wahl nicht zugelassen werden.

Was war passiert? Bei der Aufstellungsversammlung im Januar waren drei Ramsauer Bürger in der Gemeinde anwesend. Einer davon hat seinen Erstwohnsitz aber nicht im Ort. Sondern nur den Zweitwohnsitz. »Damit war er nicht stimmberechtigt«, sagt Michael Drummer. Natürlich habe man in den Reihen der Grünen davon gewusst – gerechnet hat mit dieser Entwicklung aber niemand.

Dieser Fehler sei schwerwiegend, so der stellvertretende Wahlleiter Martin Willeitner gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Ob dieser auszubessern sei? Willeitner möchte nicht vorweggreifen, es handle sich ja um ein laufendes Verfahren.

Die Grünen haben nun bis Montag, 10. Februar, die Möglichkeit, den »Fehler zu heilen«. Eine Beschwerde bei der Regierung von Oberbayern wäre die letzte Möglichkeit, sagt Michael Drummer. Die Aussichten: minimal. Nach Expertenmeinung war es das für die Grünen. »Das ist alles sehr bedauerlich«, sagt Drummer, etwas geknickt. Er hofft auch weiterhin auf einen guten Ausgang. Kilian Pfeiffer