weather-image
20°

Sexuelle Übergriffe in Reichenhaller Kaserne? – Vorwürfe bestätigt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Foto: dpa/Stefan Sauer

Die Bundeswehr bestätigt die Mobbing-Vorwürfe eines Soldaten aus der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall. Inzwischen wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Es soll zu sexuellen Überschreitungen gekommen sein.


Bad Reichenhall – Der Pressesprecher der Bundeswehr bestätigte gegenüber dem BR den Vorwurf eines Soldaten, der in der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall erst gemobbt und dann sexuell belästigt worden sein soll.

Anzeige

Der Vorfall wird sehr ernst genommen

Von Seiten der Bundeswehr wird der Vorfall sehr ernst genommen. Bisher wurden keine Aussagen dazu getroffen, ob sich der angebliche Vorfall zwischen Vorgesetzten und Untergebenen oder unter Kameraden ereignet hat. Klar ist inzwischen jedoch, dass es sich bei dem Soldaten um einen Mann handelt.

"Wir ermitteln den Sachverhalt", bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein am Donnerstag. Laut der Staatsanwaltschaft beziehen sie sich auf Mobbing "mit sexualbezogenen Überschreitungen".

Erst im Januar sorgte der Skandal um demütigende Rituale und sexuelle Nötigung in einer Bundeswehr-Kaserne im baden-württembergischen Pfullendorf für bundesweites Aufsehen. Dem Ermittlungsbericht zufolge zwangen Ausbilder untergebene Soldatinnen zum Tanz an der Stange und tasteten sie im Intimbereich ab.

Der betroffene Soldat ist inzwischen nicht mehr bei den Gebirgsjägern der Hochstaufen-Kaserne, allerdings ist er noch bei der Bundeswehr. th/dpa/lby

mit Informationen der dpa und des BR