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Sicherheit ist Thema auf Schützenversammlung

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Ehrungen bei den Engedeyer Weihnachtsschützen (v.l.): 1. Vorstand Rudi Koller (40 Jahre Mitgliedschaft), Robert Hackl, 1. Schützenmeister Bernhard Zechmeister (25 Jahre Mitgliedschaft), 2. Vorstand Toni Hinterbrandner. Foto: privat

Bischofswiesen/Engedey - Der sorgfältige Umgang mit Schwarzpulver war ein zentrales Thema auf der Jahreshauptversammlung der Engedeyer Weihnachtsschützen. Hintergrund war der schwere Unfall, zu dem es heuer in der Werkstatt eines Vereinsmitglieds gekommen war. 1. Vorstand Rudi Koller und Schützenmeister Bernhard Zechmeister erinnerten die Mitglieder auf der Versammlung im Gasthof »Gebirgshäusl« deshalb noch einmal an die Vorschriften.


In der Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder erinnerte Vorstand Rudi Koller unter anderen an den Schützenkameraden Ludwig Giritzer, der am 3. Februar des Jahres durch einen tragischen Unfall aus der Mitte der Schützen gerissen worden war.

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Überaus umfangreich war der Jahresbericht von Schriftführer Franz Lechner, der alle Ereignisse des Jahres detailliert wiedergab. Neben den traditionellen Schießen auf den Standplätzen berichtete er auch vom Jahrtag in Bischofswiesen am Dreikönigstag und von der Generalsammlung der Vereinigten Weihnachtsschützen. Für die technische Sicherheit der aktiven Schützen hatte eine Woche nach Ostern die Böllerwiederholungsprüfung stattgefunden. Erstmals waren in diesem Jahr die Pulverbunker der Vereine überprüft worden, in der das Schwarzpulver gelagert wird.

Überaus gut vertreten war man am Schützen- und Trachtenjahrtag. Erwähnt wurden auch die kirchlichen Höhepunkte wie die Maiandacht an der Bachmannkapelle, Fronleichnam und Erntedank mit 50-jährigem Kirchenjubiläum in der Pfarrkirche St. Michael. Das Jahramt beim Marterl am Söldenköpfl konnte bei herrlichem Wetter im Oktober gefeiert werden.

Eine Zusammenfassung der finanziellen Bewegungen des Jahres hatte 1. Kassier Stefan Wegscheider vorbereitet und konnte durch den Vorschlag von Kassenprüfer Rudi Lenz einstimmig von der Versammlung entlastet werden.

1. Vorstand Rudi Koller lobte in seinem Bericht die starke Beteiligung der aktiven Schützen an den traditionellen Schießen an der Bachmannkapelle und am Hansererbichl in Berchtesgaden. Viel Arbeit machen jedes Jahr der Auf- und Abbau sowie der Transport des Sterns an den Schützenständen, nicht zu vergessen die Pflege und die Instandhaltung der vereinseigenen Kapelle. Besonderen Dank für die Organisation richtete der Vorstand an Ehrenmitglied Josef Landthaler mit seinen Helfern.

Zur bestandenen Sachkundeprüfung gratulierte Rudi Koller dem 2. Schützenmeister Hannes Lindner. Des weiteren waren der Umgang und die Lagerung von Schwarzpulver ein zentrales Thema im Vorstandsbericht. Beim Unfall eines Vereinsmitglieds war es dieses Jahr nämlich nach Angaben des Sachverständigen bei Schleifarbeiten zu einer Verpuffung von Schwarzpulver gekommen. Die Überprüfung der Vereinsunterlagen ergab nach den Worten Kollers aber eine ordnungsgemäße Verzeichnisführung der verantwortlichen Schützenmeister. Der Vorstand ermahnte die aktiven Schützen zur besonderen Sorgfalt beim Umgang mit dem Pulver und bei dessen Lagerung. Restbestände müssten nach Neujahr zurückgegeben werden. Besagter Unfall war nach Meinung des Vorstands aber nicht in erster Linie auf das Restpulver zurückzuführen.

Mit Matthias Zechmeister konnte auch heuer wieder mit Applaus ein Jungschütze im Verein willkommen geheißen werden. Als Leitfaden bekam er die Sicherheitsregeln für Böllerschützen überreicht.

Vorstand Rudi Koller überreichte Schützenmeister Bernhard Zechmeister sowie den Schützen Robert Hackl und Richard Gatz für 25-jährige Treue zum Verein Urkunden der Vereinigung. 2. Vorstand Toni Hinterbrandner ehrte den 1. Vorstand Rudi Koller für dessen 40-jährige Mitgliedschaft bei den Weihnachtsschützen. Hinterbrandner erinnerte die Versammlung an Kollers 15-jährige Tätigkeit als Schriftführer. Seit 1998 ist Rudi Koller 1. Vorstand im Verein und 2006 übernahm er den Vorsitz der Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes.

1. Schützenmeister Bernhard Zechmeister gab im Anschluss Anweisungen zum sachgemäßen Umgang mit Pulver und Kapseln. Er gab den Zeitpunkt der Pulverausgabe am Bunker bekannt und hoffte auf zahlreiche Beteiligung an den bevorstehenden Schießen.

Weil im Verein seit einigen Jahren die Ausgaben höher sind als die Einnahmen, kam es zu einer regen Diskussion. Auf Vorschlag einiger Mitglieder strebte man eine Abstimmung an. Ohne Gegenstimme wurde der Jahresbeitrag auf 20 Euro erhöht.

Pfarrer Bernhard Bielasik dankte den Schützen für die Teilnahme an seinem 25-jährigen Priesterjubiläum mit der Fahne. Ebenso sprach er die Gefahren im Umgang mit Pulver an. F.L.