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»Sie stehen hinter mir«

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Marktschellenbergs Bürgermeister heißt auch in Zukunft Franz Halmich. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Marktschellenberg – Ein überlegenes Ergebnis: »Ich bin baff«, sagt Franz Halmich, Marktschellenbergs Bürgermeister. Dass er eine derartig große Unterstützung aus der Gemeinde erfahren würde, damit habe er nicht gerechnet. Für Halmich waren es turbulente Zeiten, aber er habe Ergebnisse geliefert: »Der Wähler ist nicht dumm, das Wahlergebnis ist die Reaktion darauf.«


Franz Halmich freut sich. Endlich, ja endlich ist es vollbracht. Noch im letzten Jahr zweifelte er daran, überhaupt noch einmal antreten zu wollen – und jetzt ein so klares Ergebnis. »Die Marktschellenberger stehen einfach hinter mir.« Deshalb galt es für Halmich am Sonntag, kurz, nachdem das Wahlergebnis eintrudelte, ausgiebig zu feiern. In der Marktschellenberger Grundschule. Ein paar Flaschen Sekt waren es, die geköpft wurden, Franz Halmichs Wahlteam war da, Freunde und Bekannte. »Meine Arbeit wurde honoriert«, schwärmt der Marktschellenberger.

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Seine Partei, die Freien Wähler, sind jetzt die stärkste Fraktion im Marktschellenberger Gemeinderat, die CSU hat Sitze eingebüßt. Nach dem Sieg fiel Ballast von Halmichs Schultern, wie er sagt: »Da nimmt man dann alles nicht mehr ganz so ernst«, so der letzte verbliebene Bürgermeister im Talkessel, der nicht der CSU angehörig ist. Ob das ein Nachteil sei? »Sicher nicht«, entgegnet Halmich. Die Partei spiele bei den Bürgermeistern untereinander keine Rolle. Halmich fühle sich als Freier Wähler nicht in der Minderheit. »Wir arbeiten auf Augenhöhe.« Das sei auch gut so. Denn ähnlich wie Bürgermeisterkollege Franz Rasp es auch sieht, sei die Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee ein arbeitsreiches Umfeld, das es schon bald zu bearbeiten gelte – und zwar miteinander.

Ans Aufhören denkt Franz Halmich nach dem Erfolg von Sonntag nicht mehr. Im Gegenteil: Die Unterstützung hat ihn befeuert. »Ich möchte mein Ehrenamt noch besser machen.« Sechs Jahre hat er Zeit dazu. Kilian Pfeiffer