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Sieg in der Königsklasse für ein Inzeller Gespann

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Die Sieger der offenen Klasse freuen sich über ihre Erfolge (v.l.): Andreas Hackl, 2. Vorstand Andreas Graßl, Stefan Rieder, Andreas Wegscheider, Toni Reichenberger, Georg Kötzinger, Hauptsponsorin Irene Wagner von »psm protech«, Lorenz Wasensteiner, Andi Massury, Gottfried Hopf, Stefan Lederbauer, Florian Fegg und 1. Vorstand Stephan Hoven. Fotos: privat
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Souverän sicherten sich Andi Massury und Gottfried Hopf den zweiten Platz in der offenen Klasse sowie den Sieg bei den Veteranen.
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Vertraten die jüngste Generation beim Skijöring (v.l.) Pius Bergmann, Carli Massury, Andi Sellmeier, Anna-Lena Lenz, Felix Datz, Christina Lenz, Tommi Helminger, Michi Gschoßmann, Benedikt Riel und Thomas Moderegger.

Ramsau – Sein 24. Skijöring veranstaltete der MSC Ramsau am Samstag am Hochschwarzeck. Als Richtdatum wird seit Jahren der erste Samstag im Februar gewählt. Dass der Termin auch dieses Jahr eingehalten werden konnte, war Mitte Januar noch nicht denkbar. Erst die Schneefälle vor einigen Tagen brachten die Vorstandschaft des MSC Ramsau zur Entscheidung, innerhalb einer Woche alles in die Wege zu leiten, um das alljährliche Event am Hochschwarzeck am ersten Februarwochenende zu veranstalten. Der Sieg ging heuer an die Inzeller Georg Kötzinger und Lorenz Wasensteiner.


Pistenchef Herbert Gschoßmann und seine Helfer hatten bis zum Renntag alle Hände voll zu tun, aus dem Schnee eine Skijöringarena zu zaubern. Die großen Schneebanden, die als Abgrenzung zwischen Rennstrecke und Zuschauerplätzen dienen, fielen in diesem Jahr sehr klein aus. Aufgrund der schnellen Entscheidung des Clubs konnten es sich einige Fahrer nicht mehr einrichten, am Event teilzunehmen. In der offenen Klasse waren es etwa ein Drittel weniger Fahrer als in den Vorjahren.

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Als Vorläufer ohne Skifahrer fuhr dieses Jahr der erst drei Jahre alte Samuel Greene eine Runde um die Rennstrecke. Die Zuschauer waren begeistert über Sohn und dessen Vater, der neben dem Nachwuchsmotorradfahrer herlief.

Klasse 1a konnte pünktlich um halb sieben an den Start gehen. Vier 65-ccm-Motorrädergespanne und Tommi Helminger mit Skifahrer Thomas Moderegger auf seiner 50-ccm- KTM waren bereit. Das Damenteam Anna-Lena Lenz und Christina Lenz fuhr konstant Runde um Runde auf den vierten Platz. Den dritten Platz belegte das Team Michi Gschoßmann/Benedikt Riel. Felix Datz mit Skifahrer Andi Sellmeier sicherten sich dank zweier guter Läufe den zweiten Platz. Souverän zog Carli Massury mit Skifahrer Pius Bergmann Runde um Runde. Der erste Platz war den beiden somit sicher.

Die Jugendlichen der Klasse 1b machten sich im Anschluss an ihr Rennen. Auf den dritten Rang fuhren Andi Helminger mit Skifahrer Jonas Bechtel. Platz zwei sicherten sich Kilian Buchmann und Skifahrer Matthias Datz. Stark fuhr das Siegerteam Stephan Gruber mit Skifahrer Stephan Fegg und wurde verdient Sieger der Jugendklasse.

In diesem Jahr stellte sich nur eine weibliche Fahrerin der Herausforderung. Susanne Lenz und Ehemann Michi Lenz zogen Runde um Runde auf dem immer rutschiger werdenden Schnee-Eis-Gemisch. Bianca Besele, die schon einige Male in der Damenklasse an den Start gegangen war, fuhr dieses Jahr in der offenen Klasse als Skifahrerin.

Es folgten die sieben Veteranenteams. Platz drei sicherte sich Team Andreas Wegscheider/Toni Reichenberger. Auf Platz zwei fuhr Toni Brandner mit Skifahrer Markus König vor. Den Sieg holte Andreas Massury mit Skifahrer Gottfried Hopf. Massury fuhr hier die zweitschnellste Zeit des gesamten Rennens.

Auch in der Beiwagenklasse ging nur ein Gespann mit Stefan Resch, Michael Lenz und Michael Stöckl an den Start. Beim Start des zweiten Laufes ließen sie kurz auf sich warten. Im Vorjahr zogen sie als Römer verkleidet ein. Was sollte die Zuschauer wohl dieses Jahr erwarten? Endlich fuhren die drei vor, verkleidet als Playboyhasenladys. Ohne Hosen, nur mit Kleidchen bekleidet. Mit ihnen an den Start ging das einzige Quadteam, Hermann Pichler mit Skifahrer Daniel Strehuber.

Die Königsklasse, die offene Klasse, folgte. Aufgrund geringerer Teilnahmeanzahl durften die Starter drei Läufe fahren, wobei ein Streichergebnis wegfiel. Es schieden einige Teams im ersten Lauf aus. Beim Skijöring am Hochschwarzeck werden zwei Läufe zum Gesamtergebnis addiert. Durch die Möglichkeit eines Streichergebnisses konnten sich viele Fahrer dieses Jahr in der Platzierungsliste noch nach vorne arbeiten. Den Zuschauern boten sich harte Zweikämpfe. Es waren viele starke Teams am Hochschwarzeck, alle topmotiviert, um im Top-Five-Lauf mitfahren zu dürfen.

Im Top-Five-Lauf hielt das Siegerteam des Vorjahres Stefan Rieder/Andreas Hackl eine Runde souverän Platz eins. Dann stürzten sie in der gefürchteten ersten Kurve und erreichten somit nur noch Platz 5 der Gesamtwertung. Team Stefan Lederbauer/Florian Fegg fuhr auf Platz 4 vor. Stockerlplätze gab es für Andreas Wegscheider/Toni Reichenberger (Platz 3) und Andreas Massury/Gottfried Hopf (Platz 2). Die neuen Könige des Skijöring am Hochschwarzeck heißen in diesem Jahr Georg Kötzinger und Lorenz Wasensteiner aus Inzell, sie fuhren mit einer Zeit von 1:06 Minuten beziehungsweise 1:07 Minuten ins Ziel.

Die Siegerehrung im Hotel Gasthof »Nutzkaser« wurde abermals von Sprecher Markus Maltan abgehalten. Er unterhielt die Gäste perfekt und freute sich mit 1. Vorstand Stephan Hoven und 2. Vorstand Andi Graßl über den reibungslosen Ablauf des 24. Skijörings am Hochschwarzeck. Abschließend erwähnte Maltan, ohne das kostenlose Verwenden der Pistengeräte, Lader und anderer Geräte der Firmen Fendt aus Ramsau, Heitauer aus Bischofswiesen und der Hochschwarzeckbergbahn wäre diese Großveranstaltung nicht möglich. Ma.He.

Impressionen vom 24. Skijöring am Hochschwarzeck finden sich unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. Weiters wird in einer der nächsten Ausgaben eine Bilderseite der Veranstaltung veröffentlicht.