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Sieg nach hartem Kampf

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Stefan Plenk glänzte beim 4:2-Erfolg der SG Scheffau-Schellenberg über den TSV Freilassing 2 mit vorbildlichem Einsatz. Foto: Heger

Marktschellenberg – Die SG Scheffau-Schellenberg gestaltete auch ihr zweites Meisterschaftsspiel erfolgreich und führt zusammen mit Nachbar TSV Berchtesgaden 2 die Tabelle der C-Klasse Gruppe 6 an. Die Scheffauer besiegten den technisch versierten TSV Freilassing 2 nach hartem Kampf und einem enormen Aufbäumen in der zweiten Halbzeit mit 4:2 (1:1). Damit etablierten sich die Scheffauer erst einmal mit Nachbar TSV Berchtesgaden 2 an der Tabellenspitze der C-Klasse Gruppe 6.


Die SG Scheffau-Schellenberg kam zu ersten Möglichkeiten, die jedoch nichts einbrachten. So wogte die Begegnung 20 Minuten in beide Richtungen, ehe Thomas Anfang aus 25 Metern abzog und den Gästetorhüter offensichtlich überraschte.

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In der Folge kamen Toni Angerer und Martin Koller zu weiteren Möglichkeiten, die jedoch verpufften. Die Gäste machten es treffsicherer und glichen nach gut einer halben Stunde aus. Anfang, Wendl, König und Angerer kamen noch vor der Halbzeit zu Scheffauer Möglichkeiten, doch die Teams gingen mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Halbzeitpause, aus der die Gäste gestärkt herauskamen. Denn schon mit dem ersten Spielzug hämmerte ein Freilassinger die Kugel auf das Scheffauer Tor, in dem sich Torhüter Hermann Eder jedoch nicht überraschen ließ. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten hüben wie drüben. Die Begegnung geriet etwas aus dem Ruder, Spieler beider Mannschaften ergingen sich in Schimpftiraden und Diskussionen mit Schiedsrichter Georg Sappert vom SV Kirchanschöring, der gleich mehrere Gelbe Karten verteilte.

In diese Phasen der Unübersichtlichkeit fiel auch der Freilassinger Führungstreffer. Der ansonsten gut leitende Unparteiische übersah eine klare Abseitsstellung eines Freilassingers, der sich mit dem 2:1 der Grenzstädter bedankte (78.). Diese sportliche Ungerechtigkeit sorgte für einen Ruck, der förmlich durch die Scheffauer Reihen ging. In der heißen Schlussphase kämpften die Gastgeber um jeden Zentimeter Boden und drückten Freilassing völlig in die Defensive. Nur eine Minute nach dem Führungstreffer traf Stefan Plenk die Latte und wenig später überraschte Anfang den Freilassinger Schlussmann mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel zum umjubelten Ausgleichstreffer. Doch es sollte noch besser kommen. Der eingewechselte Markus Hinterwimmer sorgte im Endspurt für wichtige Impulse und nur drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer erzielte Wasti Wendl per Kopfball wiederum die Führung (81.). Freilassing warf nun alles nach vorne und wurde in der 89. Minute dafür bestraft. Spielführer Toni Angerer bediente nämlich Hinterwimmer ideal, der mit dem 4:2 alles klar machte. »Wir haben uns durch Diskussionen mit dem Schiedsrichter und dem Gegner das Leben selbst schwer gemacht, was beinahe ins Auge gegangen wäre. Doch nach dem 1:2- Rückstand hat die Mannschaft Moral bewiesen und mit tollem Einsatz den Sieg erkämpft. Ein besonderes Lob verdiente sich Gert Müller, der als Turm in der Schlacht wesentlich zum Sieg beigetragen hat«, erklärte SG-Vorstand Ivo König.

SG Scheffau-Schellenberg: Eder; Lindner, Plenk, Müller, Wendl, Anfang, Reitsamer, König, Schuster, Koller, Hinterwimmer, M. Koppenleitner, S. Koppenleitner, Riegel. Christian Wechslinger

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