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Simulation im Sommer

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Noch läuft es rund im Kreisverkehr am Bahnhof. Spätestens Mitte Juli sind aber wieder heftige Staus angesagt. (Foto: Stanggassinger)

Berchtesgaden – Die Staus werden schon wieder länger. Spätestens Mitte Juli, wenn in den meisten Ländern Europas Sommerferien sind, reichen die Fahrzeugschlangen wieder mehrere Hundert Meter in alle Richtungen. Besonders schlimm ist der Rückstau stets Richtung Salzburg. Die Marktgemeinde Berchtesgaden plant deshalb schon seit Längerem einen Bypass am Kreisel Richtung Ramsau (wie mehrfach berichtet). Aber würde der überhaupt etwas bringen? Das Staatliche Bauamt möchte sichergehen und hat eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben.


Wie Martin Bambach, der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Traunstein, erklärt, soll ein Verkehrsexperte in der Hauptsaison eine Woche lang den Verkehrsfluss mit mehreren Kameras erfassen. »Wir wollen vor allem die sogenannte Spitzenstunde genau analysieren«, verrät der Abteilungsleiter. Wie Bambach weiter erläutert, ist die Spitzenstunde, auch Rush Hour genannt, in der Regel zwischen 16 und 17 Uhr. Also zum Beginn des Feierabends. Vielerorts gibt es die Spitzenstunde auch am Morgen. »Die Studie soll unter anderem herausfinden, wann die Spitzenstunden am Bahnhof sind«, so Martin Bambach. Denn in Tourismusorten unterliege das Verkehrsaufkommen eigenen Regeln.

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Eine spezielle Software soll dann verschiedene Szenarien mit und ohne Bypass simulieren. Die Ergebnisse werden für den Herbst erwartet. Befürwortet der Gutachter eine Bypasslösung, würde der Kreisel laut Bambach einspurig werden. Der Bypass würde den Verkehr aus Richtung Salzburg nach Ramsau über eine eigene Spur am Bahnhof vorbeileiten. Christian Fischer