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Singendes Wasser

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Bei »La Paloma« griff Chorleiterin Barbara Ma zum Akkordeon. (Foto: Merker)

Berchtesgaden – Im »Haus der Vereine« gab der Chor von Barbara Ma sein Sommerkonzert. Die Sängerinnen und Sänger von »ChorissiMa« zeigten sich gut gelaunt und interpretierten die Lieder mit viel Schwung. Wasser in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen bildete den roten Faden, der durch das Konzert führte. Am Montag, 20. Juli, um 18.30 Uhr wird das Konzert öffentlich in der Schön Klinik in Schönau am Königssee wiederholt.


Der Mensch besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Das Auge sogar aus 98 Prozent, wie Chorleiterin Barbara Ma bei ihrer Begrüßung feststellte. Wasser ist lebensnotwendig und so hatte sie Lieder rund um dieses Thema herausgesucht und mit den Sängerinnen und Sängern des Chores eingeübt. Im »Haus der Vereine« traten sie bei sommerlichen Temperaturen und mit reichlich Wasser versorgt auf.

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Ein Globus zeigt, dass nicht nur der Mensch, sondern auch die Erde größtenteils aus Wasser besteht. Rund um den Erdball ging auch die Reise immer am Wasser entlang. Dabei war es nicht nur Wasser in seiner Reinform, das besungen wurde. Das Nass kam vor in Form von Wein, besungen in dem altfranzösischem Lied »Tourdion«, oder als Kaffee in dem herrlichen Schlager »Du passt so gut zu mir wie Zucker zum Kaffee«. In Coca Cola steckt zwar mehr Zucker als Wasser und im Rum steckt auch nicht gerade viel von ihm, trotzdem oder gerade deswegen werden beide Getränke in dem Gute-Laune-Stück »Drinking Rum and Coca Cola« besungen. Der eine möchte das Badewasser seiner Angebeteten schlürfen, der andere fordert seine Geliebte auf, ihm mit den Augen zuzutrinken.

Manchmal muss Wasser in Form eines Sees überwunden werden, mit einem Schiff oder einer Zille, um zur angeschmachteten Fischerin zu gelangen. Man sieht, Wasser steckt in vielem. Einerseits in den Tränen oder dem Regen, dazu passt die erste Zeile von »Marmor, Stein und Eisen bricht«, denn darin heißt es: »Weine nicht, wenn der Regen fällt« – und das anschließende »Dam Dam« murmelt der Zuhörer unwillkürlich mit.

Es machte Spaß, dem Chor zuzuhören, da Freude bekanntlich ansteckend ist. Und Freude hatten die Sängerinnen und Sänger. Mit witzigen Einfällen lockerten sie zudem die Darbietung auf. Herrlich, wenn die Damen sonnenbebrillt »Ich bin ein Mädchen aus Piräus« singen, obwohl sie alle in den Bergen wohnen. Die drei Herren des Chores, die mit ihren kräftigen Stimmen der weiblichen Übermacht nicht nachstanden, duften bei »La Paloma« mitsamt Kapitänsmützen ihr Können zeigen und bekamen einen besonderen Applaus.

Intoniert man »Stormy Weather«, dann braucht es schon einen Regenschirm, dann macht es auch nichts, wenn die Sängerinnen der hinteren Reihe die Vorderen aus einer Gießkanne beregnen. Die Temperaturen im Saal passten zur Zugabe, da wurde noch einmal Rum und Coca Cola genossen. Barbara Ma und ihr Chor, auf dem Cajou begleitet von Marcus Hinterbrandner, haben ein unterhaltsames und gelungenes Sommerkonzert aufgeführt, das seinem Wasserthema gerecht wurde. Christoph Merker

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