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Skaterplatz ade

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Schlecht schaut es für den geplanten Skaterplatz hinter dem Berchtesgadener Bahnhof aus. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Berchtesgaden (kp) – Einen Skaterplatz am Bahnhof werden sich die hiesigen Jugendlichen wohl abschminken dürfen. »Da schaut es schlecht aus«, so äußerte sich Bürgermeister Franz Rasp in der Gemeinderatssitzung am Montag auf Anfrage der Grünen-Gemeinderätin Sabine Wimmer.


Sie hatte sich erkundigt, wie es um den Fortschritt in der Skaterplatz-Sache bestellt sei. Anfang 2012 äußerten hiesige Jugendliche in einer Jugendversammlung den Wunsch nach einem solchen Platz. Der Bürgermeister zeigte sich damals von der Sache angetan und klemmte sich dahinter. Ein halbes Jahr später kam Rasp mit guten Nachrichten zurück, die er erneut in öffentlicher Runde vortrug: »Von der Deutschen Bahn haben wir endlich ein Mietangebot erhalten.« Und zwar am Bahnhof in Berchtesgaden, hinter dem Baustoffmarkt gelegen.

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Geplant war, auf einer Gesamtfläche von 600 Quadratmetern ein Angebot für Skater bereitzustellen. Schon damals stand nicht fest, ob das Vorhaben jemals umgesetzt würde. Denn zunächst musste der Markt Berchtesgaden ein Lärmschutzgutachten, 2 000 Euro teuer, durch ein Fachbüro erstellen lassen, da unweit des angedachten Skaterplatzes ein Wohnhaus steht.

Seitdem hat sich am Bahnhof nicht mehr viel getan: Der »Lärm« des Skaterplatzes könne doch nicht so ein großes Problem darstellen, meint ein Gemeinderat gegenüber dem »Berchtesgadener Anzeiger«. Mittlerweile ist aber gar nicht mehr sicher, wie es am Bahnhof weitergeht, scheinbar ist das Mietangebot, das Rasp damals von der Deutschen Bahn erhalten hatte, nicht mehr gültig. Womöglich wurde die Thematik aber auch ohne Nachdruck verfolgt. Die Zuständigkeiten bei der Bahn sind darüber hinaus verworren, bis Redaktionsschluss konnte die Deutsche Bahn dem »Berchtesgadener Anzeiger« keinen zuständigen Gesprächspartner vermitteln. Ein Skaterplatz scheint in noch weitere Ferne gerückt zu sein – zumindest am Bahnhof. Kilian Pfeiffer