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Gemeinderat Schönau am Königssee diskutiert über geänderten Plan für Kindergartenausbau

»So groß, dass es reicht«

Platz für bis zu 180 Buben und Mädchen wird der Schönauer Kindergarten nach dem Umbau bieten. (Foto: Fischer)

Schönau am Königssee – Ein bisschen dezenter, ein wenig zurückhaltender: Die geänderte Variante fünf des Plans zur Erweiterung des Kindergartens überzeugte auch die letzten Skeptiker in der jüngsten Sitzung des Schönauer Gemeinderats am Dienstagabend. Das Gebäude wird in Richtung jetziger Garage zurückgeschoben. Der Vorbau ist nicht mehr so wuchtig.


Da, wo jetzt die Garagen sind, entstehen zwei zusätzliche Räume. Außerdem wird der Personalraum vergrößert. Die beiden neuen Räume, von denen der größere mit 60 Quadratmetern Fläche teilbar sein wird, sollen zum Beispiel für die Musikförderung, integrative Maßnahmen oder Deutschunterricht für Flüchtlingskinder genutzt werden.

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Die Maßgabe für die Erweiterung betonte Bürgermeister Hannes Rasp (CSU) mehrmals: »Das Gebäude soll so groß sein, dass es reicht.« Um den Bedarf an Plätzen zu ermitteln, hat die Verwaltung genau gerechnet. Bis zum Schuljahr 2020/21 reicht die Prognose.

Demnach sollen pro Jahr an die 150 Kinder den Kindergarten besuchen. Eingerechnet sind fünf Asylbewerberkinder pro Jahr sowie das neue Baugebiet »Hammerstiel« ab 2019. Schwankungen durch Zuzug könne es natürlich immer geben, erläuterte der Bürgermeister. Insgesamt soll die erweiterte Einrichtung 180 Buben und Mädchen Platz bieten. Ein erneuter Ausbau sei laut Architekt Wolfgang Schulze vom Planungsbüro »Schulze und Dinter«, der an der Sitzung teilnahm, nicht möglich. Beppo Maltan (FW) sieht das problematisch. »Gerade bei den Migrantenkindern verschätzt man sich derzeit brutal«, sagte er. Die Lage beurteilt Hannes Rasp jedoch gelassen. Denn erstens sei die Asylbewerberzahl, gemessen an der Einwohnerzahl der Gemeinde, bereits jetzt schon ziemlich hoch. Und zweitens könne man im äußersten Notfall auf die bald leer stehende Sparkassenfiliale in unmittelbarer Nähe des Kindergartens zurückgreifen. Christian Fischer