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Sogar Rasp rast in der Rennsemmel

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Bürgermeister Hannes Rasp bewies Mut und fuhr mit einem Steyr Puch eine schnelle Runde mit.
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Gregor Nowak heizte seine kleine Rennsemmel wieder mit Bestzeit in der offenen Klasse um den Königsseer Parkplatz.

Schönau am Königssee – Der Motorsportclub Schönau startete am Wochenende den zweiten Automobilslalom am Königssee. Und ließ damit alte Zeiten wieder aufleben. Denn in den 60er- und 70er-Jahren hatte es im Talkessel regelmäßig Automobilslaloms gegeben. 2 000 Zuschauer verfolgten die spannende Veranstaltung auf dem Großparkplatz.


Schon zum Rennen der serienmäßigen Autos am Morgen waren viele Zuschauer gekommen, beim Wettbewerb der Rennautos waren es noch einmal deutlich mehr. Insgesamt ließen sich an die 2 000 Zuschauer das Spektakel nicht entgehen. Sie konnten 93 Fahrzeuge verschiedener Marken und Baujahre bewundern. Im Gegensatz zu den Rennen in Österreich wird am Königssee kein Eintrittsgeld erhoben.

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Unter den zahlreichen Zuschauern war auch Bürgermeister Hannes Rasp, der von der Veranstaltung begeistert war und auch die Siegerehrung für die Serienfahrzeuge mit den MSC-Vorsitzenden Gregor Nowak und Christian Irlinger durchgeführt hat. Rasp fuhr sogar eine Runde als Beifahrer mit und zeigte sich sichtlich beeindruckt. Am Rande der Piste gab es zahlreiche »Benzingespräche«. Schließlich haben viele Menschen ein Faible für den Automobilsport.

Eine gelungene Symbiose gingen die Veranstalter mit dem Salzburger Landescup im Automobilslalom ein, der im Nachbarland eine lange Tradition hat. Die Salzburger hatten ihre deutschen Freunde schon bei der Premiere im vergangenen Jahr für die tolle Durchführung gelobt. Auch dieses Mal lief alles wie am Schnürchen.

Vorsitzender Gregor Nowak bot zusammen mit seinen Helfern und Freunden eine tolle Piste, die jedoch nicht alle fehlerfrei gemeistert haben. So mancher hatte den Fuß zu lange auf dem Gaspedal und büßte nach Drehern und Zuckungen viel Zeit ein. Dennoch verlief der Renntag durch die Disziplin aller Teilnehmer unfallfrei.

Zeigten schon die Piloten beim Serienautorennen tolle Fahrten, so boten die verbesserten Fahrzeuge der Division II teilweise Autoslalom vom Feinsten: »Das Niveau ist ganz schön hoch geworden«, lobte zweiter Vorstand Christian Irlinger, der mit seinem Opel Kadett nach Platz zwei im vergangenen Jahr dieses Mal Vierter wurde: »Es waren zum einen drei schnelle Autos vor mir, ich bin aber auch nicht so gut wie im vergangenen Jahr gefahren.«

Die weiteren Lokalmatadore aus Berchtesgaden glänzten auch in diesem Jahr wieder mit mehreren tollen Fahrten. So holte sich Gregor Nowak in der hubraumoffenen Klasse mit seinem kleinen Steyr-Puch- Geschoß mit seiner schnellsten Zeit von 37,49 Sekunden den Klassensieg. Eine Topvorstellung lieferte der Bäckermeister vom Königssee, Andreas Zechmeister, der seinen Subaru sehr geschickt durch den mit Pylonen ausgeflaggten Slalom jagte und nur knapp hinter einem Porsche auf dem vierten Platz landete.

Dass er immer noch fit am Volant eines Porsche ist, zeigte der bereits 76-jährige Rennsport-Veteran Hans Buchwinkler aus der Ramsau. »Die Porsche können ihr Potenzial auf derartigen winkeligen Kursen nicht so ausspielen. Eine Ausnahme war da jedoch Helmut Thalmayr auf einem 996er«, erklärte der stellvertretende MSC-Vorsitzende Christian Irlinger.

Als Tagessieger der Division  I ging wie schon im letzten Jahr der schmucke Lotus Elise 111 S von Engelbert Salomon vom IMSC Ried mit einer Bestzeit von 38,68 hervor. In der Division  II fuhr Norbert Strasser jun. vom MSC Schlössl mit seiner Toyota Corolla AE 86 wieder ein tolles Rennen und erzielte mit exakt 36 Sekunden auch die schnellste Zeit aller Teilnehmer. Christian Wechslinger