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Sole-Themenweg eröffnet

Tourismus- und Marketingleiterin Maria Schwaiger vom Salzbergwerk Berchtesgaden mit Standortleiter Franz Lenz und Marktbürgermeister Franz Rasp (l.) vor dem Stolleneingang unterhalb des Kalvarienberges. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Berchtesgaden – Rechtzeitig zur Eröffnung des »Hauses der Berge« bietet das Salzbergwerk Berchtesgaden einen neu konzipierten Themenwanderweg als ideale Verbindung von zwei heimischen Ausflugszielen. Standortleiter Franz Lenz eröffnete den in die Jahre gekommenen alten Soleleitungsweg, der auf Initiative einiger Ideengeber wieder auf Vordermann gebracht wurde. Spezielle Infotafeln sollen dafür sorgen, dass der Weg von vielen Spaziergängern genutzt wird.


Franz Brandner, Inge Hansen und Stefan Lichtmannegger stellten für den Themenwanderweg ihre Grundstücke zur Verfügung. Einen besonderen Dank richtete Lenz an die Marktgemeinde Berchtesgaden, deren Bauhof den Stollenzugang am Kalvarienberg bearbeitet und die Fundamente für die Infotafeln geschaffen hatte.

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Die historische Trasse der 1817 eröffneten Soleleitung sei noch weitgehend erhalten und lasse Spaziergänger und Wanderer die damalige »sensationelle Ingenieurleistung« erahnen, erklärte der Ideengeber des Themenwanderwegs, Christoph Karbacher. Der unmittelbar über Berchtesgaden gelegene Teil des Soleleitungsweges gelte schon immer als besonders interessanter und reizvoller Spaziergang, befand Karbacher, der im Verlaufe des Weges auch auf die verschiedenen Tafeln und Erklärungen hinwies. So wird den Vorbeikommenden an einer Tafel beim Fundament des ehemaligen Solehochbehälters am Fuße des Locksteins der Gesamtzusammenhang zwischen Salzbergwerk und Soleleitung erklärt. Der Erfinder der Soleleitung, Georg von Reichenbach, erfährt hoch über Berchtesgaden in der sogenannten »Reichenbach-Nische« als Bronzerelief Würdigung. Von hier aus erhascht der Gast auch einen Panoramablick über die Berchtesgadener Bergwelt.

Die normale Gehzeit zwischen den beiden Attraktionen »Haus der Berge« und Salzbergwerk beträgt etwa eine Stunde. Doch viele Wanderer werden sich damit nicht begnügen und das verlockende Angebot an historischer Information und landschaftlicher Schönheiten mehrfach nutzen. »Manipulierte Entspannung nennt man das, genau so, wie es geplant war«, erklärte Karbacher dazu süffisant. Ein bebildertes Faltblatt zur neuen Attraktion liegt an den Tourist-Informationsstellen auf. Christian Wechslinger