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Solides Ergebnis bei der Sparkasse Berchtesgadener Land

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Das Team der Geschäftsstelle Schönau am Königssee freut sich auf ihre modernisierte Geschäftsstelle, die Mitte September eröffnen wird (v.l.): Anna Moderegger, Katharina Maltan, Daniela Graßl, Steffen Geyer, Sabine Riefer und Janina Frees. (Foto: Sparkasse)

Berchtesgadener Land – Weiterhin niedrige Zinsen, neue Regulierungsvorgaben und die Digitalisierung haben im Jahr 2017 für Herausforderungen gesorgt. Angesichts dieses schwierigen Marktumfelds zeigt sich die Sparkasse Berchtesgadener Land zufrieden mit der Bilanz.


So liegt die Bilanzsumme mit rund 1,6 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Auch der Bilanzgewinn war mit rund 1 Million Euro nur knapp höher als 2016. Das Eigenkapital wird mit rund 112 Millionen Euro beziffert, die Rücklagen mit über 111 Millionen Euro.

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Die Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2017 ihren Wachstumskurs im Kreditgeschäft fortgesetzt. So konnte man wieder 500 Kunden mit einem Finanzierungsvolumen von 123 Millionen Euro ihre persönlichen Wohnträume erfüllen. Dies entspricht einem Anstieg von 56,8 Millionen Euro.

Die Finanzmarkt- und Bankenregulierung nimmt laut dem Vorstandsvorsitzenden Helmut Grundner mittlerweile ein enormes Ausmaß an. Zusammen mit den steigenden Anforderungen an das Eigenkapital der Banken und Sparkassen und der nach wie vor anhaltenden Niedrigzinsphase befinde sich die Sparkasse in einem extrem herausfordernden Marktumfeld. Der unaufhaltsame Trend zur Digitalisierung und das deutlich veränderte Kundenverhalten erforderten von Kreditinstituten in vielen Bereichen eine Anpassung bestehender Strukturen.

Das Sparverhalten der Kunden war auch im vergangenen Jahr von der anhaltenden Tiefzinsphase geprägt. Die Herausforderung, bei Geldanlagen mit möglichst wenig Risiko die Inflationsrate zu übertreffen, wird immer größer. Dies zeigt sich auch bei einem Blick in die Bilanz, so sind die Gesamteinlagen um 44,8 Millionen Euro gesunken. Diese Gelder wurden entweder investiert oder neu strukturiert. Anlagealternativen im Wertpapiergeschäft können den realen Vermögensverlust vermeiden. Die Berater sorgten dafür, dass der Wertpapierbestand um fast 32 Millionen Euro deutlich zunahm.

Der Immobilienmarkt war auch 2017 geprägt von hoher Nachfrage bei knappem Angebot. Die Kunden nutzen Immobilien verstärkt als wertbeständige Anlage und damit aktiv zur eigenen Altersvorsorge. Die Makler der Sparkasse schafften es, das hohe Niveau bei den vermittelten Immobilien zu halten.

Mit mehr als 40 000 privaten und knapp 4 650 Geschäftskonten konnte die Sparkasse darüber hinaus Zuwächse verbuchen und ihre Marktführung ausbauen. Natürlich ist auch hier der Trend zur Digitalisierung spürbar. So haben bereits fast 20 000 Kunden ein elektronisches Postfach. Mit durchschnittlich 13 000 Besuchern am Tag ist die Internetseite der Sparkasse die am besten besuchte Filiale. Zum Ende des vergangenen Jahres machten rund 40 Auszubildende in den Berufen Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Büromanagement und Informatikkaufmann/-frau eine Ausbildung bei der Sparkasse Berchtesgadener Land.

Im Rahmen ihres regionalen Engagements mit Spenden, Sponsoring und Stiftungsausschüttungen unterstützte die Sparkasse Berchtesgadener Land im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 500 000 Euro wieder gut 600 soziale, kulturelle und sportliche Projekte in der Region. Mit rund 2,65 Millionen Euro Bürgerdividende in den letzten fünf Jahren ist die Sparkasse Berchtesgadener Land laut Vorstand der größte nicht staatliche Förderer von Sport, Kultur und Sozialem im Landkreis.

Auch das Thema Datenschutz ist momentan in aller Munde. Die Sparkasse Berchtesgadener Land geht laut Vorstand offen mit den Themen Datenschutz und Datensicherheit um. Helmut Grundner betont: »Wir sprechen aktiv mit unseren Kunden über die Chancen und Risiken der Datenschutzgrundverordnung und sensibilisieren sie auch dafür, sorgsam mit ihren Daten umzugehen«.

Trotz aller Digitalisierung bleibe die Sparkasse in der Fläche vertreten, verspricht der Vorstand. So wird gerade die Geschäftsstelle Schönau am Königssee modernisiert und barrierefrei umgebaut. Auch für den Standort Bischofswiesen ist in nächster Zeit ein Umzug in die bisherige Tourist Information und somit deutlich näher in das Ortszentrum geplant. Dieser Umzug kann aber ebenfalls erst nach einem Umbau der Räumlichkeiten erfolgen. »Unsere 19 Filialen sind auch in Zukunft unser Vertriebsweg Nummer eins«, sagt Vorstandsmitglied Christian Maltan. fb